Inhalte der Yogalehrer Ausbildung Berlin

Yoga Vidya bietet jedes Jahr im Januar eine neue, zweijährige Yogalehrer Ausbildung an, die jeweils im Januar beginnt.

 

Was sind die Inhalte dieser 2-Jahres Yogalehrer Ausbildung Berlin?

Zunächst einmal lernst du selbst Yoga intensiv zu praktizieren. Dazu gehört Hatha Yoga, Raja Yoga, Jnana Yoga, Bhakti Yoga, Karma Yoga und auch Kundalini Yoga. Das Besondere ist, dass du diese 6 Yoga Wege sowohl in der Theorie also auch in der Praxis kennenlernst, indem du regelmäßig Praktiken aus diesen unterschiedlichen Yoga Systemen praktizierst. Innerhalb dieser zwei Jahre widmet sich die Ausbildung den jeweiligen Yogawegen jeweils über mehrere Wochen – mit Ausnahme des Hatha-Yoga. Hatha Yoga ist der körperorientierte Yogaweg und wird über die ganzen zwei Jahre regelmäßig praktiziert. So wirst du wunderbare Fortschritte und intensive Erfahrungen machen.

Als zweites lernst du die verschiedenen Zielgruppen zu unterrichten und so lernst du die folgenden Inhalte zu lehren:

Yoga für Anfänger:

Du lernst Yoga Anfängerkurse zu unterrichten, und auch offene Yogastunden für Anfänger.

Yoga Mittelstufe:

Du lernst offene Yogastunden für Geübte anzuleiten. Weiterhin lernst du auch systematische Yoga Kurse für Mittelstufen Teilnehmer zugeben.

Yoga für Fortgeschrittene:

Dies ist ein Thema das oft genug in Yogalehrer Ausbildungen zu kurz kommt. Doch es ist auch wichtig, fortgeschrittene unterrichten zu können. Denn langfristig sind es ja Fortgeschrittene, die zu deinem Yogakursen kommen. Dieses setzt jedoch voraus, dass du auch mit fortgeschrittenen Yoga Kursen dein Angebot abrundest.

Yoga für besondere Zielgruppen:

Yoga Zielgruppen gibt es verschiedene. Es gibt spirituell interessierte Teilnehmer. Es gibt Menschen die eher therapeutisch interessiert sind oder die eher sportliches Interesse haben. Und es gibt Menschen, die mit Hilfe von Yoga eher bzw. besser entspannen wollen. In der Yoga Vidya Yogalehrer Ausbildung in Berlin lernst du all diese Teilnehmergruppen gut zu unterrichten.

Yoga für verschiedene Lebensstufen:

In der Yogalehrer Ausbildung Berlin lernst du Yoga für Schwangere, Yoga für Kinder, Yoga für Jugendliche, Yoga für Erwachsene zu unterrichten.

 


Und du lernst nicht, was einem Arzt oder Heilpraktiker vorbehalten ist. Aber du lernst Yoga an verschiedene Beschwerden anzupassen. Insbesondere lernst du, wie du Yoga Übungen anpassen kannst an verschiedene Rückenprobleme, an verschiedenen Gelenkprobleme, oder auch Probleme mit dem Atemsystem. Also nicht Heil Yoga, aber Yoga für Menschen mit Beschwerden.

So ist die Yoga Vidya Ausbildung in den Berliner Yoga Vidya Center besonders tiefgehend und auch besonders umfassend.

Advice to an Aspirant about Meditation

You need not control the higher divine emotions. When you enter into deep meditation, you need not repeat the mantra. Allow the meditation to merge in samadhi. Swami Sivananda speaks a little more about meditation, and then other general topics, … Weiterlesen

Yogafestival in Brandenburg – Bärwalde

yoga-bei-angst-kleinWer mit Yoga lebt, erfährt Körperbewusstsein und eine Prise Weisheit. Inzwischen unterstützen Volkshochschulen und Bildungsträger die Vielfalt der körperorientierten und bekömmlichen „Sport- und Entspannungsart“ neben den Yogacentern.  Einige der Asana, die Körper und Seele stärken,  finden wir auch in Trendsportarten. Yoga hat eine sehr alte Tradition und wurde von sogenannten Rishis, Sehern aufgenommen.  Mit Yoga nähern sich Praktizierende einer  Gelassenheit  und einem sensiblen Körperbewusstsein –  eine entspannte Haltung stellt sich ein.  Es gibt keine Altersgrenzen und keine Anforderung an Flexibilität und Beweglichkeit.  Wir praktizieren unterm freien Himmelszelt und lassen uns von Sonnenstrahlen verwöhnen.

Das Yogafestival in Bärwalde  am 11. Mai 14 vermittelt ein entspanntes Flair  am Fuße des Bärwalder Busches, das an die Künstlerin Bettina von Arnim erinnert.  Aktivität begleitet den Tag wie auch Kunst, die sich in den Mantren ausdrückt mit grazilen Bewegungen.  Der  Poesie wird eine Aufmerksamkeit gegeben wie auch Anleitungen von bewährten Schriften, der Bhagavad Gita.   Es gibt für Kinder Angebote wie auch für Erwachsene, ayurvedische Köstlichkeiten für den Gaumen  – ein  Yogafestival in Bärwalde, eine Gelegenheit  Körper und Seele mit  Bewegung, Gesang und  Entspannung in Harmonie mit der Natur zu bringen.

Ein Yogafestival eignet sich zum Kennenlernen von Gleichgesinnten sowie für eine nachhaltige Entspannung. Ayurvedische Köstlichkeiten sorgen für eine harmonische Kräftigung von Körper und Geist.

Anmeldung erwünscht: Erkenntnis-durch-Yoga – Sivananda-Oase (Dorfstraße 6), 14913 Bärwalde

Die Organisatorin Beate Wolfsteller lädt hierzu recht herzlich ein, Beginn 10.00 Uhr. Anmeldung erwünscht- Tel: 033744/61515

Beate Wolfsteller

www.erkenntnis-durch-yoga.de

Beate Wolfsteller – Yogalehrerin (BYV), Dipl.-Betriebswirt (FH), Dorfstraße 6, 14913 Bärwalde * Tel.: 033744/61515

Wie Hatha Yoga in die Welt gekommen ist

Audio Podcast mp3 zum Anhören Eine Geschichte aus der Mythologie: Wie ist Hatha Yoga in die Welt gekommen? Sukadev erzählt die mythologische Geschichte über Shiva, Parvati und dem Yogi Matsyendranath. Diese Geschichte war zwar schon mal in diesem Podcast – aber Sukadev erzählt sie jedes Mal etwas anders. Mitschnitt eines Vortrags im Rahmen einer Yogalehrer […]

Gheranda Samhita und Hatha Yoga Pradipika

homaDie Gheranda Samhita und die Hatha Yoga Pradipika gehören zu den vier wichtigsten Hatha Yoga Schriften. Yoga Vidya hat beide Schriften kostenlos online gestellt – der vollständige Text, mit Erläuterungen. Die Hatha Yoga Pradipika sogar mit mehreren Kommentaren, mit Sanskrit (Devanagari und Umschrift) und Rezitation:

 

Gelassenheit entwickeln – aber wie?

Wir sind in einer hektischen welt. Wie kann man Gelassenheit entwickeln? Wie kann man engagiert sein – und doch gelassen? Dazu findest du eine Menge im Netz. Hier ein paar Ressourcen:

Tiefenentspannung gegen Schlafstörungen

Ich habe eine Menge von Tiefenentspannungskursen gegeben, wo nur Entspannung unterrichtet wurde, da war das Interessante, weil wir ja auch darauf kurz eingehen während dieser Nachmittagsvorträge, die meisten, die zu den Entspannungskursen zu mir gekommen sind, die hatten Schlafstörungen gehabt und da kann ich sagen, alle, die diesen Kurs absolviert haben, hatten nachher keine Schlafstörungen mehr. Das war, für mich mindestens, eine außergewöhnliche Verbesserung dort und die Menschen machen einfach dann jeden Tag zehn Minuten eine Tiefenentspannung, zum Teil beim Einschlafen oder sogar zu einem relativ hohen Anteil beim Einschlafen. Da gehen wir vielleicht auch noch ein bisschen mehr darauf ein.

Gut, nächste Studie ist die Wirksamkeit von Atemübungen bei Herzinsuffizienz, was irgendwo auch mit der alveolaren Ventilation zusammenhängt und ich will es jetzt sehr stark vereinfachen. Es reicht aus, wenn ihr wisst, dass Atemübungen bei Herzinsuffizienz den Patienten leistungsfähiger machen. Also, wer wegen Herzproblemen, chronischer Herzinsuffizienz, Probleme hat, Treppenstufen zu gehen oder anderes zu machen, dort helfen die Yogaatemübungen, dass Menschen sich sehr viel leistungsfähiger fühlen. Es ist ja manchmal auch die Frage, dass Menschen sagen, „Ja, wenn ich irgendwo ein Problem habe, im Sinne von, ich habe irgendwo Herzprobleme oder ich habe ungenügende Herzleistung. Darf ich dann Atemübungen machen?“ Antwort? Unbedingt. Die Atemübungen sind sehr gut. Ich sage es auch deshalb, weil manchmal liest man, dass das Anhalten nicht so gut sei bei Kreislaufproblemen. Das wird immer wieder behauptet, aber es ist Unsinn. Jede Studie, und es gibt hunderte von Studien zu Atemübungen, zeigt, dass Atemübungen gut sind für die Kondition, für die Herzleistung, bei Asthma, bei allem was Herz-Kreislauf- und Atemsystem betrifft.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Ashtanga Yoga Blog-Eintrag ist ein Auszug aus einer unbearbeiteten Niederschrift aus einer Weiterbildung für Yogalehrer bei Yoga Vidya Bad Meinberg.  Der Seminarleiter war  Sukadev Bretz . Du findest viele Vorträge von Sukadev auch als Yoga und Meditation Video

Willst du mehr wissen zum Thema Gelassenheit? Dann schau mal nach auf dem Yoga Wiki unter dem Stichwort „Gelassenheit„.

Doppelbewusstsein eines Meisters/in

Padarthabhavani

Das Doppelbewusstsein von Asamshakti kippt etwas. Das heißt, der Meister/die Meisterin ist sich hauptsächlich der Einheit bewusst und nur viel weniger dieses Körpers bewusst.

In Asamshakti wird ein Mensch sich ganz normal verhalten können, wird auch Entscheidungen treffen können usw.

Bei Padarthabhavani heißt es, dass der Mensch von sich aus selbst keine Initiative mehr ergreift. Wenn man ihn um etwas bittet, wird er es machen. Wenn man ihn um nichts bittet, wird er nichts machen. Wenn man ihm nichts zu essen gibt, wird er nicht essen. Wenn man ihm etwas zu essen gibt, wird er essen.

Bevor ihr jetzt alle Angst davor habt, dann mache ich kein Yoga mehr.

Im Normalfall geschieht Padarthabhavani gegen Ende des Lebens und dauert nur ganz kurz.

Auf eine weniger spirituelle Weise haben das ja auch viele alte Menschen. Zwar nicht im Sinne der unendlichen Wirklichkeit, aber irgendwann, wenn das Karma weitestgehend aufgebraucht ist, haben sie keine Wünsche mehr, irgendetwas in der Welt zu bewirken oder etwas zu tun.

Also, Padarthabhavani, gegen Ende des Lebens.

Dann folgt Turiya.

Karma ist praktisch ganz aufgebraucht und das Bewusstsein bleibt nur noch im Unendlichen, und nach ein paar Sekunden, Minuten, maximal 3 Wochen, ohne dass der Körper sich bewegt oder der Mensch noch mal zurück kommt zum normalen Bewusstsein, stirbt dann auch irgendwann.

Und Turiya mündet dann in Mahasamadhi, den großen Samadhi. Ursprünglich ein Ausdruck für Selbstverwirklichte Meister. Heutzutage wird oft bei allen Yogameistern, egal ob selbstverwirklicht oder nicht, statt Tod gesagt, er hat Mahasamadhi erreicht.

Wir sind jetzt die letzten Stufen etwas schnell durchgesprungen, aber ihr werdet später mehr darüber hören und besonders könnt ihr viel praktizieren bis dahin. Ich habe mich aber bewusst entschieden, mich auf die ersten beiden Stufen zu konzentrieren. Ich wünsche Euch in diesem Sinne alles, alles Gute auf Eurem spirituellen Weg.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

ENDE

Ein Herz wie Butter (vegan)

Ein Herz wie Butter haben – was heißt das? Butter schmilzt, wenn es warm wird. Ein Herz wie Butter haben, das heißt, dass dein Herz für andere hinschmilzt. Und was hat das zu bedeuten? Ich glaube, du musst das selbst mal erfahren – und vermutlich hast du das schon erfahren: Wenn du jemanden siehst der Hilfe braucht, spürst du etwas im Herzen. Du spürst, dass dein Herz schmilzt wie Butter. Dein Herz wird weich. Wenn du siehst, dass jemand anderes leidet und du viel Mitgefühl hast, dann schmilzt dein Herz wie Butter.

Ein Herz wie Butter haben – ist das überhaupt wünschenswert?

Du magst fragen: Wozu soll das gut sein, ein Herz wie Butter haben? Auf der einen Seite mag man sagen: Ein butterweiches Herz macht einen schwach. Wenn dein Herz bei jedem Leid, das du siehst, schmilzt wie Butter, wie kannst du handeln? Manchmal muss man das richtige tun – ein butterweiches Herz ist da nicht hilfreich. Andererseits: wer ein Herz wie Butter hat, der ist voller Liebe. Und wo Liebe ist, da ist auch Freude. Und was den Menschen besonders auszeichnet, ist die Liebe, ist Mitgefühl, ist tätige Nächstenliebe.

Müssen alle ein Herz wie Butter haben?

Das schöne am Menschen ist: es gibt viele verschiedene Menschen – und es ist gut, dass Menschen so verschieden sind. Es ist gut, dass es Menschen gibt, die ein Herz wie Butter haben: Diese trösten die Verzweifelten, lassen alles stehen und liegen wenn jemand in Not ist. Und es ist auch gut, dass es manche gibt, die eher ein Herz wie Stein haben: Diese tun das was nötig ist, ohne sich von kurzfristigen Emotionen beunruhigen zu lassen. Die meisten Menschen haben eine Mischung: Mal spüren sie ihr Herz dahinschmelzen wie Butter. Mal können sie konsequent das tun, was gerade erforderlich ist. Übrigens: Menschen, deren Herz eben nicht weich wie Butter ist, sondern hart wie Stein, werden manchmal auch als Psychopathen bezeichnet. Die meisten Psychopathen in diesem Sinne werden nicht kriminell: Ihnen gelingt es aber, sich von Kritik, von Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zu befreien. Eigentlich stimmt das nicht: Sie sind, ob sie es wollen oder nicht, unfähig, mehr als ein geringes Einfühlungsvermögen zu zeigen.

Wie kannst du dein Herz weich wie Butter machen?

Willst du dein Herz weicher machen? Willst du ein Herz wie Butter bekommen? Ist das möglich? Ja, das ist durchaus möglich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

  • Spüre jeden Tag in dein Herz hinein. Lerne, dein Herz zu spüren
  • Wenn du andere Menschen siehst, spüre sie mit deinem Herzen, spüre sie von deine, Herzen her. Vielleicht spürst du dann dein Herz schmelzen wie Butter
  • Auch Bäume kannst du vom Herzen her spüren, Zimmerpflanzen, Vögel
  • Im Yoga sind insbesondere Rückbeugen, wie Kobra, Fisch, Halbmond geeignet, das Herz zu öffnen, das Herz weich wie Butter zu machen
  • Es gibt Herzenslieder, die das Herz weich wie Butter machen, viele Mantras gehören dazu
  • Anderen zu helfen, bewusst zu spüren, was der andere braucht, mitzufühlen – das ist sehr effektiv, sein Herz weich zu bekommen wie Butter

Ein butterweiches Herz verhärten – geht das?

Vielleicht hast du ein Herz wie Butter – aber du fühlst, es lässt dich zu sehr zerfließen. Du möchtest gerne dein butterweiches Herz etwas härter werden lassen. Geht das? Zunächst mal: Willst du das überhaupt? Wenn du das willst, dann geht es auch. Die einfachste Methode wäre Achtsamkeit bzw. die Achtsamkeitsmeditation. Lerne dir bewusst zu machen, dass da ein Gefühl im Herzen ist. Nicht du bist butterweich, sondern du spürst ein Gefühl des butterweichen Herzens. Werde dir bewusst: Ich bin separat, getrennt von diesem Gefühl. Ich bin Beobachter. So kannst du lernen zu fluktuieren: Mal wird dein Herz weich wie Butter – mal etwas härter, oder eigentlich: Du kannst dein Herz weich wie Butter behalten – allerdings kannst du dich mal mehr, mal weniger identifizieren.

So, nach dieser langen Vorrede geht es jetzt an die Fortsetzung der Mitschrift aus einem Seminar mit Sukadev Bretz bei Yoga Vidya Bad Meinberg:

Asamshakti heißt wörtlich „von nichts berührt“, ich muss allerdings zugeben, so ganz mag ich die Übersetzung nicht. Das klingt so wie ein Felsbrocken oder so etwas. Swami Sivananda sagt im Gegenteil, ein Meister hat ein Herz wie Butter (vegan), es schmilzt beim Leiden anderer. Aber man ist nicht persönlich berührt von persönlichem Erfolg und Misserfolg, sondern mehr verbunden mit dem Höchsten.

Und hier wird erreicht Nirvikalpa Samadhi.

Nirvikalpa Samadhi, überbewusster Zustand ohne Dualität. Eigentlich hier hat man die Selbstverwirklichung erreicht. Die vollkommene Einheit mit allem. Man ist erwacht, könnte man sagen. So ähnlich, wie wenn man träumt und während man träumt, fragt man sich, ob man träumt, gibt es eine höhere Wirklichkeit in der Traumwelt. Das habe ich so ab und zu mal, wo ich dann überlege, träume ich jetzt oder bin ich wach. Ich kann mich an ein paar Träume erinnern, wo ich dann zu dem Schluß kam, ich muss wach sein, da habe ich jetzt plötzlich wieder eine ganz andere Flexibilität in den Asanas, woran ich mich eigentlich nicht erinnere. Aber erst wenn wir aufwachen, sind wir aufgewacht. So können wir aus dieser Wachwelt aufwachen, und dann sind wir in Nirvikalpa Samadhi.

Danach hat man das Doppelbewusstsein, d.h., wenn man aus der Meditation heraus kommt, sieht man die Welt wie andere auch, aber man hat gleichzeitig auch das Bewusstsein der Einheit hinter allem. Das ist so ähnlich auch, angenommen, wir würden mit 15 Jahren alle eine Binde vor die Augen bekommen. Und dann nach 10 Jahren würde die Binde weggenommen. Dann können wir zum Einen sehen, wie die anderen sehen. Wir können aber auch noch hören, wie die anderen hören, die blind sind. Wir können auch wieder die Augen schließen und die Erfahrung machen, die Blinde machen. Aber wir können auch die Binde wieder wegnehmen und wieder sehen.

So ähnlich, jemand der in Nirvikalpa Samadhi ist, kann die Welt so sehen wie andere auch, aber kann auch die Einheit jederzeit wieder wahrnehmen.

Auch hier wird zu einem späteren Zeitpunkt in der Yogalehrerausbildung mehr darüber gesprochen über den sogenannten Jivanmukta, lebendig Befreite. Manche führen ihr ganz normales Leben, so dass niemand merkt, dass sie befreit sind, außer, dass sie besonders viel Freude ausstrahlen, besonders liebevolle Menschen sind, kann Euer Nachbar, Postbote sein, die können verwirklicht sein, ohne dass es jemand merkt und ohne dass sie die Sanskritfachausdrücke kennen. Es gibt andere, die werden dann Lehrer und große Meister/Meisterinnen, entweder im kleinen Stil mit einigen Schülern oder im großen Stil mit mehr Schülern. Und manche ziehen sich auch zurück und meditieren in Einsamkeit. Die Mehrheit gehört zur Kategorie eins, d.h., sie führen ihr normales Leben weiter und es wird eigentlich von niemandem so richtig bemerkt. Es ist nicht in ihrem Karma, dass sie dort besonders lehren.

Dann folgt als nächstes Padarthabhavani – Doppelbewusstsein

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

 

Die Wunder von Swami Sivananda

Es gibt Hunderte von Briefen von, an und über Swami Sivananda, wo Menschen schildern, welche Wunder ihnen geschehen sind. Einige davon wurde gesammelt und als Buch „Miracles of Sivananda“ herausgegeben, wo einige Erfahrungsberichte geschrieben wurden. Einer, den ich kenne, war aus Südafrika. Eine Frau, bei ihr wurde Krebs diagnostiziert und sie sollte operiert werden. Ihr Mann hat einen Brief an Swami Sivananda geschickt, und einen Tag vor der Operation hatten beide eine Vision von Swami Sivananda, als ob Licht durch den Körper ging, und eine Stimme: Lasse dich nicht operieren. Am nächsten Tag haben sie darauf bestanden, dass noch mal Untersuchungen gemacht wurden statt die OP und der Tumor war vollständig verschwunden. Und zwei Wochen später kam dann ein Brief von Swami Sivananda – vielleicht sogar ncoh länger, da die Post recht lange dauerte damals – und darin hieß es, ich habe Om Tryambakam gebetet für deine Frau. Das Datum des Briefs war genau, wo die beiden die Erscheinung hatten. So gibt es Hunderte von Briefen von Schülern von Swami Sivananda, die Ähnliches erlebt haben.

Ich habe auch eine Frau gekannt, die ist hierher in den Ashram gekommen, und vor dem Bild von Swami Sivananda gestanden und hat gefragt: Wer ist dieser Mann? Und ich habe gesagt, ja, Swami Sivananda, der Lehrer meines Meisters, die inspirierende Kraft hinter diesem Ashram. Ja, der sei ihr vor 20 Jahren erschienen und seitdem würde er ihr regelmäßig erscheinen und immer wenn es irgendwie schwierig wird, vor wichtigen Entscheidungen, dort würde er ihr Kraft geben, dass sie dann zu Entscheidungen kommen kann. Nicht jeder Schüler von Swami Sivananda hat solche Erfahrungen, aber solche Erfahrungen gibt es. Aber wenn man ihn gefragt hat, hast Du etwas gemacht, dann hat er immer gesagt, ich habe zu Gott gebetet und was geschehen ist, hat Gott gemacht und dein Glaube.

Es gibt noch einen Unterschied zwischen einem Meister und einem Avatar. Darüber werden die Teilnehmer der Ausbildung später auch noch mal mehr hören. Ein Avatar ist eine Herabkunft Gottes, ein Sohn Gottes. Der darf auch Siddhis frei nutzen. Nur ein Meister wird das typischerweise nicht tun. Denn wenn er es zu viel tut, verbraucht er zum Einen sein Prana, und zum anderen identifiziert er sich wieder und außerdem denkt er, ich muss den Gang der Weltgeschichte ändern, denn so wie sie ist, ist es nicht OK, das ist Anmaßung, und da man mit Anmaßung nicht zur Verwirklichung kommt, kommt man wieder herunter und muss wieder Bescheidenheit lernen.

Wenn man auch hier wieder nicht denkt, man hat es erreicht, sondern weiter praktiziert, wenn man hier seine Siddhis nicht missbraucht, dann kommt man zu

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.