Inkarnation Gottes, aber er wusste es nicht

Swami Sivananda hat ein Buch geschrieben: ‚Stories from the Yoga Vasistha‘. Daraus kann man ersehen, die Yoga-Vasistha ist aufgebaut mit vielen verschiedenen Geschichten, denn, der Rama war eigentlich ein praktischer Mensch. Er war kein philosophischer Mensch. Er war erzogen worden, ein Königreich zu regieren und das ist keine intellektuelle Tätigkeit. So hat Vasistha ihm das in vielen verschiedenen Geschichten erzählt. Diese Geschichten sollten immer wieder zeigen, die äußere Welt, so wie wir sie sehen, ist letztlich eine Illusion, ein Traum in unserem Geist. Es gehört zwar zur Aufgabe dazu innerhalb dieser Illusion und innerhalb dieses Traumes zu leben und dort alles zu tun aber mit einer etwas leichteren Einstellung. Dadurch kommen wir dann zu den höheren Stufen der Evolution.

Die letzte Frage von Vasishtha ist: „Rama, hat du alles erkannt? Hast du alles verstanden?“ und Rama sagt: “ Ja Meister, durch deine Gnade habe ich alles verstanden.“ Antwortet Vasistha: „Nichts hast du verstanden, denn nichts existiert und nichts ist passiert. Es gibt weder diese Königshalle, noch dich, noch mich, noch deinen Vater, noch deine Mutter, noch irgendjemanden, der hier zugehört hat. Im Grunde genommen gab es niemanden, der etwas gelehrt hat, niemanden, der etwas gehört hat. Es gab nur Brahman, das eine, unendliche Absolute.“

Damit ist die Yoga-Vasishtha zu Ende, wer von euch die Ramayana kennt, weiß, es geht danach noch weiter. Rama gilt ja auch als Inkarnation Gottes. Allerdings wusste er das gar nicht. Der Rama handelte so wie ein idealer Aspirant. Es ist dann doch nicht so gelaufen, wie der Dasharatha sich das vorgestellt hatte, Rama sollte auf den Thron. Jetzt hatte er doch wieder den Enthusiasmus, er wusste, das normale Leben hat einen Sinn. Er hatte ja auch eine wunderbare Frau namens Sita und er freute sich, das Königreich zu regieren und das ganze als spirituelle Praxis anzusehen und dann kamen doch die Dinge etwas anders. Rama ging für einige Jahre ins Exil. Es gab einige Unruhen im Königreich. Das ist eine lange Geschichte, aber … irgendwann kehrte er auch wieder zurück und dann kam etwas, was man als Ramaraja bezeichnet. Die Regierung von Rama, mit der alle im Königreich glücklich und zufrieden waren.

Vor Subecha sind noch andere Stufen der spirituellen Evolution. Viele von euch wissen, Yogis gehen davon aus, dass die spirituelle Evolution nicht erst beim Menschen beginnt. Heutzutage, wo die Darwinsche Evolutionstheorie weit verbreitet ist, kann man das nachvollziehen. Vom Mineral geht es zu den Pflanzen, von den Pflanzen zu den Tieren, von den einfacheren zu den komplexeren Tieren und dann geht es irgendwann zu den Primaten. Von den Affen geht es zum Menschen und der Mensch entwickelt sich dann auch wieder weiter. Allerdings, beim Menschen geht es nicht mehr um die genetische Evolution sondern, die Kulturwissenschaftler würden sagen, die kulturelle, die soziale und geistige Evolution. Yogis würden sagen, es gibt spirituelle Evolutionen, um sich weiter zu entwickeln.

– Fortsetzung folgt –

Die erste Stufe „Subecha“ auf dem spirituellen Weg

Anschließend erklärte Vishwamitra noch, was Subecha genau ist. Die erste Stufe der spirituellen Evolution gekennzeichnet durch vier Hauptkriterien, die ich nachher noch erwähnen werden .

Die Weise, wie Rama wieder glücklich werden wird ist, indem er auf dem spirituellen Weg voranschreitet. Wenn er die Stufen geht, wenn er Vicharana geht. Schon auf Vicharana wird er wieder Sinn im Leben sehen. Hat er vorher den Sinn im Leben eher im Erfüllen von Sinnesvergnügen gesehen,

a)   im Erreichen von Reichtum, Wohlstand, Ansehen, Ruhm, … , Artha

b)   Dharma, seine Pflicht zu erfüllen und etwas zum Wohl anderer zu erreichen, seine Talente zu entfalten, .. .

So ist jetzt in ihm der Wunsch nach Moksha, nach Befreiung stark geworden. Da er das aber nicht kannte, ist er jetzt in Verzweiflung. Sobald er sehen wird, dass Moksha, der Wunsch nach Moksha etwas Wertvolles ist und dass man etwas tun kann, um zur Befreiung zu kommen, hat er die zweite Bhumika erreicht. Anschließend muss er noch weitere Bhumikas erreichen bis zur höchsten Verwirklichung.

Natürlich hat der Dasharatha erst einmal Angst bekommen, denn sein Sohn sollte ja König werden. Er sollte jetzt nicht einfach nur weltfremd meditieren. Vishwamitra erklärte ihm: die Art, wie spirituelle Aspiranten zur höchsten Verwirklichung kommen ist durch Transformation des täglichen Lebens. Leben in Beruf und Familie und dabei spirituelle Praktiken ausführen. Einen anderen Blickwinkel auf das Leben zu haben und immer wieder fragen: wer bin ich? und sich immer wieder des Göttlichen in allem bewusst zu werden. Daraufhin sagt Vishwamitra: “ Ich selbst bin nicht der Lehrer, der Rama lehren wird, sondern dafür gibt es Vasishtha. Er ist der ideale Lehrer für Rama.“

Hier geht die Yoga-Vasishtha weiter. Der Vasishtha lehrt Rama weiter in mehreren Lehrgesprächen und da Vasishtha ein so großer Heiliger war, der selten öffentlich sprach, kam der ganze Königshof abends immer zusammen, um sich die Abhandlungen von Vasishtha anzuhören. Das wurde mitgeschrieben und daraus entstand die Yoga-Vasishtha.

Yoga-Vasishtha gilt insgesamt als eine Schrift des Jnana Yoga, des Yogas des Wissens, aber auch eine Schrift, wie man das Leben im Alltag transformiert. Yoga Vasishtha versucht eine spielerische Einstellung zum Leben zu vermitteln. Für die, die sich hierfür interessieren, möchte ich erwähnen, es gibt die deutsche abgekürzte Ausgabe der Yoga-Vasishtha, die es früher mal gab leider nicht mehr. In Englisch kann man sie noch bekommen. Es gibt indische Buchhändler, die nach Deutschland versenden. Im Internet findet man Auszüge aus der Yoga-Vasishtha zum Download. Vielleicht gibt es sogar bei Amazon irgendeine Ausgaben. Heutzutage haben wir es leichter solche Schriften zu finden.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Mehr zum Thema Angst auch im Yoga Psychologie Portal, unter dem Stichwort Angst . Im gleichen Portal findest du auch viele Hinweise zu Yoga bei Depression.

Intensives Pranayama mit intensivem Kapalabhati

100 Minuten Pranayama – mit besonderer Betonung von Kapalabhati: Die letzte der 3 Runden Kapalabhati hat etwa 1000 Ausatmungen (magst du mal nachzählen?) – und dabei wiederholt Sukadev das Shakti Mantra Om Aim Hrim Klim Chamundayai Vicche Namaha. Anschließend 30 Minuten Wechselatmung. Dabei Samanu mit Durga Visualisierung. Anschließend im Anuloma Viloma Moksha-Mantra Rezitation, also die Rezitation der besonderen Meditations-Mantras. Danach bist du vorbereitet für intensives Bhastrika – 3 Runden. Und 15 Minuten Meditation. Nicht immer ist die Soundqualität optimal – dies ist ja auch ein Mitschnitt aus einem Kundalini Yoga Intensiv-Praxis-Seminar. Dieser Mitschnitt ist nur für fortgeschrittene Übende, welche mit den Yoga Vidya Fortgeschrittenen Pranayama Übungen vertraut sind. Mehr zum Thema Kundalini Yoga . Hari Om.

Das spirituelle erwachen

Rama antwortete, nachdem er jetzt schon wochenlang kaum ein Wort gesagt hatte. Es sprudelte plötzlich aus ihm heraus: “ Oh, Lehrer, ich bin monatelang durch das Königreich gegangen und habe erkannt, wie viel Leiden es auf dieser Welt gibt. Menschen werden geboren, … schreiend! Kein Baby kommt lächelnd auf die Welt und die Mutter leidet um so mehr. Babys schreien. Sie haben nur eine Weise ihre Wünsche zu kommunizieren und zwar durch schreien. Nur die Eltern denken immer, dass sie die Wünsche der Babys tatsächlich immer verstehen. Wenn das Baby zum Kleinkind wird, hat das Kleinkind nur einen Wunsch: groß zu werden. Nur die Erwachsenen denken, dass das Leben eines Kindes so schön ist. Das Kind hat nur den einen Wunsch: groß und stark zu werden um nicht mehr so abhängig zu sein. Als Jugendlicher spielen die Emotionen verrückt. (Heute würde man sagen, die Hormone.) Dann wird der Mensch zum Erwachsenen. Er muss sich um den Lebensunterhalt und um die Kinder kümmern. Schließlich kommt das Alter, Krankheit und Tod. Oh Vasishta! Oh Vishwamitra! Ich soll jetzt dieses Königreich regieren im vollen Wissen, dass die Menschen, für die ich da sein sollte, von Geburt bis Tod nur leiden. Das Leben ist gänzlich unsicher. Ich habe Menschen gesehen, die Mitte Zwanzig waren, drei Kinder hatten, eine Krankheit bekommen haben, gestorben sind und kleine Kinder zurückgelassen haben. Mutter tot, Vater tot, Kinder, … was passiert mit ihnen? Ich habe Mütter gesehen, deren Kind mit zwei Jahren gestorben ist und die noch Jahre später vor lauter Schmerz verzerrt halb verrückt durch die Welt gelaufen sind. Ich habe Menschen gesehen, die Unfälle hatten und seitdem in Schmerzen leben. Die Menschen auf dem Land denken, dass die Menschen in der Stadt glücklich sind. Die Menschen in der Stadt denken, dass die Menschen auf dem Land glücklich sind. Die Kinder denken, die Eltern sind glücklich. Die Eltern denken, die Kinder sind glücklich. Die ganz armen denke, dass die Bauern glücklich sind. Die Bauern denken, dass die Kaufleute glücklich sind. Die Kaufleute denken, dass die Adligen glücklich sind und die denken, dass der König glücklich sei und … oh Vishwamitra, ich weiß, mein Vater ist nicht glücklich! So weiß ich nicht, was ist Glück? … alles, was einen Anfang hat auch ein Ende. Das, was man besitzt, wird man verlieren. Wünsche sind nicht wirklich die Quelle von Glück. Ich habe erkannt, wenn Menschen Wünsche haben, viele dieser Wünsche können nicht erfüllt werden: … der Mensch ist unglücklich. Manche Wünsche können erfüllt werden: … dann hat der Mensch Angst, dass das Objekt der Wünsche verschwindet. Und manche Wünsche werden erfüllt und bleiben. Ich habe festgestellt: … dann sind die Menschen am unglücklichsten weil die Wünsch sie dann doch nicht so glücklich machen, wie sie es sich erhofft hatten. Oh Vasishta! Oh Vishwamitra! Wie könnte ich glücklich sein in dieser Welt?“

Damit war jetzt die Anamnese zu Ende und Vishwamitra wandte sich jetzt an Dasharatha und sagte: „Oh Dasharatha, dein Sohn ist nicht krank. Ihm fehlt nichts. Weder ist er körperlich krank noch hat er psychische Probleme. Dein Sohn ist auf der ersten der Bhumikas, auf Subheccha. In ihm ist Vairagya erwacht.“

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Praktikanten in der Ayurveda Oase

Viele Infos zu den Möglichkeiten eines Praktikums in der Ayurveda Oase bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Lakshmana erzählt, was es heißt, als Praktikant in der Oase tätig zu sein, was man dort lernt, was man davon hat. Weitere Infos unter 05234-870 oder info(at)yoga-vidya.de oder Mehr Infos zum Ayurveda und zu Ausbildungen in verschiedenen Massagetechniken .

Erste Schritte auf dem spirituellen Weg von Yoga und Meditation

Der spirituelle Weg Teil 2

Dieser 2. Vortrag ist die Fortsetzung des 1. Vortrages zum Thema des spirituellen Weges. Es geht um spirituelles Erwachen, die ersten Schritte auf dem spirituellen Weg mit einige Tipps für Menschen, die noch ganz neu auf diesem spirituellen Weg sind. Ich erzähle als Hintergrundsgeschichte, eine der wichtigsten indischen Schriften, nämlich der Yoga-Vasishta, die beschreibt, wir Rama zum Yoga gekommen ist.

Ich möchte über die erste der Bhumikas, Subheccha und über die Vorstufen der Bhumikas sprechen. Bhumikas sind die Stufen der spirituellen Evolution. Es gibt eine alte Schrift namens Yoga-Vasishta, die diese sieben Stufen, diese sieben Bhumikas beschreibt.  Hierzu eine kleine Hintergrundsgeschichte:

Es gab einen Königssohn namens Rama und sein Vater namens Dasharatha wollte ihm das Königreich vermachen. Er wollte also schon vorzeitig abtreten, um sich selbst mehr spirituellen Praktiken widmen zu können. Rama sollte das Königreich übernehmen. Rama bat, dass er das Königreich nochmals richtig sehen könne, bevor er die volle Verantwortung bekam, wollte er noch mal überall hin fahren. Dasharatha ermöglichte ihm das und für einige Monate fuhr Rama überall hin, nahm Teil am Leben der verschiedenen Dorfbewohner und ging auch selbst mal an den Pflug. Er ging in die Familien, Indien ist ja ein sehr gastfreundliches Land und nahm Teil am Leben von allen.

Als er zurück kam, war er gänzlich verändert. Statt so lebensfreudig wie vorher, so positiv überschäumend und lachen und genießend zu sein, war er jetzt niedergeschlagen, traurig, … er sprach mit kaum jemanden. Er ritt nicht mehr auf seinem Lieblingspferd. Die Reiterspiele interessierten ihn nicht mehr. Die Tanzaufführungen waren ihm gänzlich egal. Er interessierte sich nicht mehr für die Regierungskunst, die er vorher so enthusiastisch studiert hatte. Er war wie ausgewechselt. Alle möglichen Ärzte wurden konsultiert. Der Puls wurde genommen, die Zunge angeschaut, die Exkremente untersucht, die Temperatur gemessen, …; es schien alles in Ordnung.

Damals gab es noch keine Psychotherapeuten, also wurden statt dessen die Waisen des Landes gerufen. Dasharatha  bat alle Großen und Heiligen, sie mögen kommen um den Rama zu untersuchen.  Er bat, sie sollten herausfinden: „Was fehlt meinem Sohn?. So versammelten sich alle Waisen und baten Rama zu sich. (Eine recht eigenartige Situation, aber es soll ja auch Professoren geben, die 10 Studenten haben, die Ihnen folgen, wenn sie untersuchten.) Jedenfalls gab es unter den großen Waisen einen ganz besonderen, der hieß Vishwamitra und einen anderen, der hieß Vasishta. Gerade dieser Vasishta tat sich besonders hervor. Er ging zu Rama und stellte ihm eine ganz banale Frage. Er sagte: „Oh Rama, was fehlt dir eigentlich? Warum bist du so niedergeschlagen? Lass uns das selbst wissen!“ – das Interessante war, bisher hatte keiner wirklich gefragt, was mit ihm los ist. (Oft kennen wir das auch, wenn es uns schlecht geht. Die Leute versuchen uns aufzumuntern. Aber jemand mal wirklich ernsthaft zu fragen, was mit einem los ist, das gelingt nur wenigen.) Vasishta fragte wirklich mit Interesse.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

 

Menschen mit Bluthochdruck hilft Yoga

Eine zweite Gruppe, die ich auch zeigen will, ist hier Bluthochdruck, auch wieder Mittelwerte. Übrigens noch, bei der Kontrollgruppe sind zwar die Rückenschmerzen nach vier Monaten auch langsam weniger geworden, aber nur geringfügig. Man muss ja immer eine Kontrollgruppe dabeihaben. Viele Probleme vergehen ja einfach, indem man lange genug wartet. Aber in dem Fall, das waren ja nicht Leute, die ein neues Rückenproblem hatten, sondern chronisches Lumbalsyndrom. Da gibt es irgendwo so eine medizinische Definition, ab wann das so genannt wird. Ich glaube, es muss schon eine relativ lange Zeit belastet haben. Und deshalb, bei der Kontrollgruppe hat sich nur ganz leichte Linderung der Symptome gezeigt, beim Yoga, das war schon sehr stark und signifikant.

Genauso beim Blutdruck, die Gruppe hatte am Anfang 152 mmHg Blutdruck und nach vier Wochen ist er auf 141 mmHg runter und nach vier Monaten auf 138 mmHg im Mittelwert. Heute würde man sagen, heute könnte die Studie so wahrscheinlich nicht mehr gemacht werden, denn bei einem Mittelwert von 152 mmHg, da gibt es einige mit 160, 170, 180 mmHg und das würde heute von keiner Ethikkommission erlaubt werden, dass die ohne Medikamente die Kontrollgruppe bleibt. Aber damals war das noch nicht so klar, wie gefährlich ein unbehandelter Bluthochdruck ist. Aber wir können hier in jedem Fall sagen, Menschen mit Bluthochdruck können durchschnittlich ihren Blutdruck um 13 Punkte senken und am signifikantesten merkt man das in den ersten vier Wochen. Also, dort ist es durchschnittlich um 11 Punkte heruntergegangen und das ist auch deshalb schon von Bedeutung, 152 mmHg wird man in jedem Fall schon als einen behandlungsbedürftigen Bluthochdruck einschätzen und bei 141 mmHg wird man sagen, ist gerade noch o.k. Und diese 11 Punkte sind schon etwas sehr Wichtiges. Aber wichtiger noch eine weitere Aussage, angenommen, jemand macht jetzt schon einen Monat Yoga und er hat immer noch einen Bluthochdruck, dann würde ich es aus meiner Perspektive als meine Pflicht ansehen, ihn durchaus zu sagen, „Wenn Ernährungsumstellung und Yoga mit Entspannungstechniken und vielleicht ein Herz-Kreislauf-Training noch nicht ausreichend waren, um deinen Blutdruck in Normalniveau zu senken, dann hat die Schulmedizin mit ihren Blutdrucksenkern schon auch ihren Zweck und ihren Sinn.“ Es wäre natürlich besser, wenn die Menschen erst all diese Sachen ausprobieren, bevor sie mit den Chemiekeulen dann arbeiten, aber wenn es mit diesen natürlichen Sachen nicht klappt, man sollte nicht denken, wenn man Yoga macht, kriegt man keinen Schlaganfall und keinen Herzinfarkt. Also jedenfalls, es wirkt signifikant. Interessanterweise sinkt der Systolische signifikanter als der Diastolische und der Systolische ist ja auch ein besonders wichtiger. Auch vom Diastolischen 6 runter ist zwar nicht 11, also, es ist prozentual etwas weniger als hier, aber 6 Punkte geht es runter, interessanterweise eben auch nach vier Wochen. Also, man kann durchaus sagen, bei diesen wichtigsten Dingen wirkt Yoga schnell.

Warum und wieso wirkt Yoga bei Bluthochdruck? darüber erfährst du bei den nächsten Podcast Folgen mehr. Sicherlich hilft Yoga auch gegen Angst und Depression – zwei psychische Erkrankungen, die auch zu Bluthochdruck beitragen können.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Ashtanga Yoga Blog-Eintrag ist ein Auszug aus einer unbearbeiteten Niederschrift aus einer Weiterbildung für Yogalehrer bei Yoga Vidya Bad Meinberg.  Der Seminarleiter war  Sukadev Bretz . Du findest viele Vorträge von Sukadev auch als Yoga und Meditation Video

Shivaratri – Sitten und Gebräuche

Shivaratri ist die Heilige Nacht des Shiva. Shivaratri wird in den Yoga Vidya Ashrams und Zentren in altindischer Tradition gefeiert mit Mantra-Singen, mit Pujas und Homas, altehrwürdigen Ritualen, mit Geschichten und Meditation. Zur Einleitung der Festlichkeiten an Shivaratri gibt Sukadev in diesem Vortrag einige Erläuterungen über Sinn und Zweck von Shivaratri. Er spricht über die […]

Yoga wirkt effektiv

Insgesamt können wir so sagen, Yoga wirkt sehr gut bei Rücken- und Kreuzschmerzen. Übrigens, im Vergleich zu anderen Studien, besser als spezialisiertes medizinisches Rehatraining und besser als normale Krankengymnastik. Ich sage es auch deshalb, weil manchmal Yogalehrer, wenn sie hören, jemand hat Rückenprobleme, sagen, „Geh erstmal zur Krankengymnastik, Physiotherapeuten und danach können wir weiter sehen.“ Also, die Studien zeigen, dass Yoga effektiver ist als eine normale Krankengymnastik. Vermutlich auch aus dem Grund, Krankengymnastik dauert zwanzig Minuten. Und eigentlich, jede Krankengymnastin weiß, normalerweise braucht man zehn Minuten zum Aufwärmen und zehn Minuten zum Abwärmen und dazuwischen hat man genau null Sekunden, um etwas vom sportmedizinischen Standpunkt Sinnvolles zu machen. Da das aber nicht finanziert ist und der Gruppenunterricht, der früher ja mal üblich war, nicht mehr finanziert wird, wissen die Krankengymnasten, Physiotherapeuten, eigentlich müssen sie was machen, was so nicht so ganz sinnvoll ist. Ich persönlich meine, gerade Physiotherapie kann zusätzlich zum Yoga hilfreich sein, dann haben nämlich die Menschen eine gute, systematisch aufgebaute Yogastunde und können dann noch zusätzliche Tipps bekommen und das kann dann noch zusätzlich helfen. Das war eine sehr gründliche Studie. Sie ist auch veröffentlicht worden in wissenschaftlichen Zeitschriften und man wird sie im Internet irgendwo finden. Es gibt übrigens auch noch ein zweites Buch. Ich habe ja zum einen genannt dieses „Yoga im Spiegel der Wissenschaft“. Von der Martina Blei gibt es selbst ein Buch, das vom Schweizer Yogaverband publiziert wurde, das haben wir auch in der Boutique.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Ashtanga Yoga Blog-Eintrag ist ein Auszug aus einer unbearbeiteten Niederschrift aus einer Weiterbildung für Yogalehrer bei Yoga Vidya Bad Meinberg.  Der Seminarleiter war  Sukadev Bretz . Du findest viele Vorträge von Sukadev auch als Yoga und Meditation Video

Wir sind das unendliche ewige Bewusstsein

Im Unterschied zur Geschichte, schleift uns unser Lehrer nicht wider unseren Willen zum See. Aber, wenn wir mitgehen wollen und überprüfen wollen, bin ich das unsterbliche Selbst, dann symbolisiert der See unseren eigenen Geist. insbesondere die Erfahrung in der Meditation. Zum See gehen heißt zu meditieren.

Fragt der Meister: „Was hast du in deiner Meditation gesehen?“ – „Meister, ich habe nichts gesehen. Meine Knie haben mir weh getan, meine Hüften haben mir weh getan, mein Rücken hat mir weh getan.“ Sagt der Meister: „Übe regelmäßig Asanas, die Yogastellungen und bleibe regelmäßig in der Meditation sitzen! Irgendwann wird es angenehmer.“ Irgendwann können wir bequem sitzen und dann fragt der Meister: „Was hast du jetzt in der Meditation erfahren?“ Wir antworten: „ Meister, ich habe nur Gedankenwellen gesehen. Ich habe daran gedacht, was ich heute gemacht habe, was ich heute stattdessen hätte gemacht haben können, was die Menschen von mir gedacht haben, was ich machen könnte anstatt jetzt hier dazusitzen, was andere machen in der Zeit, wo ich hier sitze, was morgen sein kann, was morgen hoffentlich nicht ist, was ich morgen machen müsste, ….“ Sagt der Meister: „Du musst dein Prana, deine Lebensenergie beruhigen, harmonisieren! Übe ein Pranajama und übe weiter Meditation.“ Irgendwann wird das Prana ruhig, mit dem Prana werden die Gedanken ruhig und dann fragt der Meister: „Wie war die Meditation?“ sagt ihr: „Meister, du bist mir in der Meditation erschienen. Es war so wunderschön, voller Wonne und Frieden und Ausdehnung.“ Sagt der Meister: „Nicht ich bin dir in der Meditation erschienen. Du hast ein Ahnung von deinem wahren selbst erfahren. Tat twam asi! Das bist du!“ und jetzt können wir mit Überzeugung sagen: „Aham brahma asmi! Ich bin dieses unendliche, ewige Bewusstsein!“ Dann brauchen wir niemals mehr Angst haben vor irgendetwas.

Das geflügelte Wort, auf das ich vorher Bezug genommen habe und auf das  Swami Sivananda gerne Bezug genommen hat, ist: „Blöcke nicht wie ein Schaf! Brülle ‚Om’ wie ein Löwe von Vedanta!“ Das hat der Swami Vishnu öfter gesagt. „Swamiji, ich kann nicht mehr!“  – „Hör auf zu blöken wie ein Schaf! Du bist das unsterbliche Selbst! Alles Wissen und alle Kraft ist in dir.“ „Aber Meister, aber Swamiji, ich bin noch nicht so weit.“ Er konnte dann schon mal sanft sein, aber manchmal hat er gesagt: „Alle Energie steckt in dir, blöke nicht wie ein Schaf, brülle wie ein Berglöwe.

Swami Sivananda sagte auch gerne: Frag: Wer bin ich? Erkenn dein Selbst – und sei frei. Ist es so einfach? Ja – und nein…

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.