Yoga wirkt, das weiß man

Da wären wir schon bei verschiedenen Erklärungsmodellen. Jedenfalls, dass Yoga wirkt, das weiß man. Yoga ist erforscht. Man kann auch sagen, unter allen so genannten alternativmedizinischen Dingen, die man machen kann, ist Yoga mit großem Abstand die am besten erforschte Therapie und die auch am besten ihre Wirksamkeit gezeigt hat. Und dass jetzt Yoga bisher nur als Prävention und weniger von Krankenkassen als Therapie bezahlt wird, liegt mehr oder weniger daran, dass sich bisher noch niemand darum bemüht hat, das jetzt auch in die medizinische Therapie hineinzubringen. Das war jetzt auch das Paradoxe. Die Martina Blei hat mit ihrer Studie bewiesen, dass Yoga heilend wirkt bei Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Bluthochdruck und Rückenschmerzen, trotzdem war die Folge dieser Studie nicht, dass dann Yoga als Therapie gegen Rückenbeschwerden bezahlt wird, sonder die Folge war, dass Yoga als Präventionsmaßnahme bezahlt wird. Aber das liegt halt auch daran, dass die Verbände vom Yoga noch nicht ausreichend in der Richtung arbeiten und vielleicht auch, dass bisher die Yogalehrenden selbst eher im präventiven Bereich als im heilenden, therapeutischen Bereich tätig sein wollen und da sind wir ja auch gerade bei Yoga Vidya dabei, den Aspekt von Yogatherapie weiter auszubauen, wobei dann eben das Ziel ist, mit standardisierten Programmen, die wissenschaftlich evaluiert werden können, auch begleitend wirklich in ganz normale Krankenhäuser, physiotherapeutische Therapiepraxen usw. gehen zu können und dass ein Arzt dann konkret Yoga verschreibt bei bestimmten Krankheitsbildern.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Ashtanga Yoga Blog-Eintrag ist ein Auszug aus einer unbearbeiteten Niederschrift aus einer Weiterbildung für Yogalehrer bei Yoga Vidya Bad Meinberg.  Der Seminarleiter war  Sukadev Bretz . Du findest viele Vorträge von Sukadev auch als Yoga und Meditation Video

Wie bist du zum Ayurveda gekommen? Sukadev fragt – Lakshmana antwortet

Wie bist du zum Ayurveda gekommen? Sukadev stellt diese Frage dem Leiter der Ayurveda Oase bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Lakshmana erzählt, wie er über die Übung von Yoga und stärkere Bewusstheit Ayurveda immer mehr schätzen gelernt hat. Alle Seminare, Aus- und Weiterbildungen zum Thema Massage .

Seinen angemessenen Platz finden

Für andere Menschen ist der Wunsch nach Dharma besonders wichtig. Jeder Mensch hat den Wunsch nach Dharma aber bei manchen ist er besonders wichtig. Man könnte zwei Hauptaspekte herausgreifen. Dharma ist ein sehr vielschichtiges Wort und gar nicht wirklich ins Deutsche zu übersetzen, je nach Kontext kann es verschiedene Bedeutungen haben. Wer öfter hier her kommt oder wer Teilnehmer der Vier-Jahres-Ausbildung ist, erlernt häufig noch weitere Aspekte dieses Begriffes. In diesem Kontext heißt Dharma, der Wunsch etwas für andere zu tun, seinen richtigen Platz in der menschlichen Gesellschaft zu finden, dass man etwas für andere hat.

Der 2. Aspekt ist, seine Talente zu leben. Das zu tun, was in einem angelegt ist und es idealerweise so zu machen dass es für andere etwas Gutes ist. Der zweite Aspekt ist das, was man in der humanistischen Psychologie gerne als Selbstverwirklichung bezeichnet. Das tun, was tief im Inneren in einem angelegt ist. Dieser Wunsch nach Dharma ist durchaus auch im Tier angelegt. Ein Tier will ebenfalls seinen angemessenen Platz finden. Wer Hunde hat, der weiß, auch ein Hund hat das Bedürfnis, seine richtige Rolle zu finden. Wenn man einen Hund hat ist es wichtig, dass man die Rangordnung klärt. Es ist oft ein Problem, wenn man mehrere Hunde hat, der Mensch versucht immer den schwächeren Hund zu bevorzugen. Das ist aber für die Hunde nicht gut. Deren Wunsch nach Dharma, ihren Platz in der richtigen Gesellschaft zu finden wird so ständig durcheinander gewirbelt. Wenn die Tiere ihre Platz kennen, sind sie bereit, an dem Ort, an dem sie gerade sind ihre Pflicht und Aufgabe zu erfüllen. Das ist bei den Insekten so, das ist bei den Hunden so, das ist bei den Katzen so… . Katzen sind etwas eigenbrötlerischer, aber die Katzenmutter hat durchaus auch ein Bedürfnis Ihre Aufgabe zu erfüllen. Familie ist in dem Fall nicht nur Karma. Sie macht es nicht nur aus Sinnesbefriedigung heraus. Gut, wir können sagen, ist in den Instinkten angelegt aber es ist durchaus ein Verantwortungsgefühl das da ist. Bei Tieren geht das hauptsächlich über die Instinkte, beim Menschen sagt man, wird es von einer höheren Warte aus gesehen. Wir wollen etwas tun, unseren Platz dort finden, um etwas Bedeutsames für andere zu tun und wenn es sich weiter entwickelt anderen zu helfen, anderen zu dienen,.

Wenn Dharma besonders wichtig wird, könnte es dort evolutionsmäßig zwei Weisen geben, wie man dorthin gekommen ist.

Angenommen, man versucht immer mehr Macht zu bekommen, mehr Geld zu scheffeln. Man wird feststellen: man hat’s mit anderen Menschen zu tun und muss andere Menschen verstehen. Je besser man andere Menschen versteht, um so besser kann man sie manipulieren. Wenn man heutzutage die Beschreibung irgendwelcher Führungsseminare liest, dann geht es darin immer darum andere Menschen zu verstehen um nachher mehr Geld zu bekommen. Der wird am ehesten der Beste, der Einflussreichste, der besonders auf andere eingehen kann. Aber es gibt einen Mechanismus. Wenn wir versuchen, andere Menschen wirklich zu verstehen, entsteht etwas, was man als Liebe bezeichnen kann. Ein Mensch mag die Menschen, über die er viel weiß. Ob das immer so ist sei dahingestellt aber der Mensch hat die Fähigkeit zur Empathie und die entsteht, wenn wir über einen anderen einiges wissen. Ihr kennt das vom Film her. Wen mag man typischerweise am meisten als Zuschauer? Den Hauptdarsteller, die Hauptdarstellerin, selbst, wenn es ein Verbrecher ist. Warum mag man den am meisten? Weil man am meisten über ihn weiß und weil man die Welt aus deren Perspektive sieht. Das ist übrigens auch eine einfache Weise, wenn es jemanden gibt, den ihr nicht mögt, gibt es zwei Möglichkeiten ihn zu mögen, wenn ihr ihn mögen wollt … . Was meine Empfehlung wäre, denn es ist eine gute Sache Menschen zu mögen vor allen Dingen die Menschen, mit denen man regelmäßig zu tun hat. Es ist erheblich Lebensqualitäts- einschränkend mit Mensch zusammen zu sein, die man nicht mag. Man könnte ja probieren sie zu vernichten oder sie zu meiden oder … man könnte probieren sie zu mögen. Zwei einfache Weisen dazu wären, zum einen mehr über den anderen Menschen zu erfahren und zum andern, die Welt mal eine Weile aus seiner Sicht zu sehen. wie ein Gedankenexperiment. Wenn ich der Mensch wäre, wie würde ich jetzt reagieren? Das ganze koppeln mit der nötigen Demut, denn, einen anderen wirklich hundertprozentig zu verstehen ist nicht möglich. Es ist ja noch nicht mal möglich, sich selbst hundertprozentig zu verstehen. Vielleicht als Selbstverwirklichter…. aber nicht in den Vorstufen. Oder wer von euch kann sagen, ich habe ich hundert Prozent verstanden? Ich versuche seit dreißig Jahren mich zu verstehen. Ich bin mir immer noch für eine Überraschung gut. So seid vorsichtig jemand anderem gegenüber zu sagen: „Ich versteht dich ja.. Meistens folgt dann: „Ja, aber, …. „. Wir können probieren andere Menschen mehr zu verstehen und so kann es sein, dass jemand, dem es eigentlich um Macht ging mehr mit Menschen zu tun hatte. Und jemand, der Wirtschaftsmacht will, muss ja verstehen: was treibt andere Menschen an? Und dabei kann er vielleicht beginnen zu überlegen, statt den Menschen was zu verkaufen, was der nicht will, könnte man probieren etwas wirklich Gutes zu tun. Dann erwacht der Wunsch Gutes zu tun. Andere Menschen benötigen diese Zwischenstufen nicht. Solange sie zurückdenken können…, bei Ihrer Berufswahl und bei vielen anderen Wahlen war immer auch die Frage: Was könnte ich machen, was sinnvoll ist? Was könnte ich machen, das für andere Menschen gut und hilfreich ist? Wenn ich beim Vortrag frage: „Wer von euch ist in sozialen Berufen im weiteren Sinne, in sozialen oder helfenden Berufen, bitte mal den Arm heben. Kann ich feststellen, das ist in Yogakreisen überrepräsentiert.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Yoga hilft auch bei Sehnenscheidenentzündung

Es gibt noch eine letzte Sache, die ich eigentlich zeigen wollte. Da geht es um Menschen, die Karpaltunnelsyndrom haben. Ein Nerv, der in einem Tunnel ist, ist irgendwo gereizt und das führt zu diesem Phänomen. Es ist etwas anderes als eine Sehnenscheidenentzündung, was eben in der Sehne ist, das Karpaltunnelsyndrom ist ein nervliche Reizung, Belastung. Dort hat sich eben gezeigt, die Menschen haben Yoga geübt und jetzt kein spezialisiertes Handgelenksyoga, sondern sie haben normales Yoga geübt und nach acht Wochen ist die Schmerzskala von 5 auf 2,9 heruntergegangen und die andere Gruppe von 5,2 auf 4,3, also die, die nichts gemacht haben. Also, einfach nichts machen, reduziert es etwas, aber von 5 auf 2,9 hat das Yoga allein das reduziert. Das ist eben auch eine interessante Sache, eben nichts, was man eigentlich speziell für das Gelenk gemacht hätte, sondern dass Yoga an sich hilft, dass der Körper sich besser heilen kann, ohne dass es so übermäßig spezialisiert ist. Und vielleicht wäre anzunehmen, wenn dann noch etwas Spezialisiertes, Physiotherapeutisches dafür gemacht wird und dann zusätzlich noch Yoga, dass das dann umso besser wirkt.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Ashtanga Yoga Blog-Eintrag ist ein Auszug aus einer unbearbeiteten Niederschrift aus einer Weiterbildung für Yogalehrer bei Yoga Vidya Bad Meinberg.  Der Seminarleiter war  Sukadev Bretz . Du findest viele Vorträge von Sukadev auch als Yoga und Meditation Video

# Lange Yogastunde mit Schwerpunkt Lotus, Gleichgewichts mit langem Pranayama

3-Stunden Fortgeschrittene Yogastunde für Absolventen der Kundalini Yoga Intensiv-Seminare bei Yoga Vidya. 3 Stunden intensive Praxis. Mitschnitt des Nachmittagsworkshops der Kundalini Yoga Intensiv-Praxis-Woche Dezember 2011. Anfangsentspannung, Surya Namaskar mit Surya Mantras, Bija Mantras, Chakra Konzentration und Gayatri. Handstand und Skorpion mit Hilfestellung. Schulterstand, auch im Lotus, Pflug, Fisch, auch im Lotus. Gleichgewichtige Vorwärtsbeuge. Lotus Vorübungen. Lotus Variationen im Sitzen. Kobra, Heuschrecke, Bogen, auch im Lotus. Pfau, Krähe, drehende Krähe. Baum, Natarajasana (Tänzer). Trikonasana (Dreieck). Ausdehnungs-Tiefenentspannung. 3 Runden Kapalabhati, die letzte mit 1000 Ausatmungen und Shakti Mantra. 30 Minuten Wechselatmung: Samanu mit Durga Visualisierung. Moksha-Mantra-Rezitation im Anuloma Viloma. 3 Runden Bhastrika. 15 Minuten Meditation. Leider ist stellenweise die Soundqualität nicht so gut – insgesamt sicherlich eine gute Inspiration für fortgeschrittenere Aspiranten.

Wünsche und Bedürfnisse des Menschen

Der dritte große Instinkt, den der Mensch hat ist Fortpflanzung. Familie, Fortpflanzung auch hier gibt es in der Tierwelt die verschiedensten Ausprägungen. Zum Menschen gehört eine ganze Menge dazu, wie z.B. Sicherheit. Um Sicherheit zu haben, haben wir Schlösser; es gibt die Polizei, es gibt Armeen, es gibt Panzer, es gibt Versicherungspolicen, Krankenversicherung, Lebensversicherung, Diebstahlversicherung, Gebäudeversicherung, Autoversicherung, Haftpflichtversicherung, … ich könnte jetzt noch endlos fortfahren. All das, wovon man denkt, man könnte etwas absichern. In vielerlei Hinsicht mögen diese Dinge unser Leben etwas sicherer gemacht haben.Wenn man zurückdenkt an Ramas Zeit. Die moderne Medizin gehört dort durchaus dazu. Es hat seine Vorteile, dass wir ein etwas entwickelteres Medizinsystem haben. Wenn ich daran denke, ich hatte irgendwann einmal einen Sturz und dabei einen Meniskusabriss. Wenn das nicht operiert worden wäre, würde ich jetzt wahrscheinlich an einem Bein lahmen. Außerdem sehe ich nicht sehr gut, … also, ohne die Medizin, könnte ich keines eurer Gesichter erkennen. Die Brille hat schon ihre Vorteile. Ein anderes Mal wurde ich von einer Zecke gestochen und habe eine Neuroborreliose entwickelt. Ohne die Medizin wäre es vermutlich zu einer vollen Hirnentzündung gekommen, woran ich hätte sterben können.

Das Leben hat schon seine Probleme und es hat auch durchaus seine Vorteile, dass wir einiges entwickelt haben um nicht mehr verhungern zu müssen, um ein Zuhause zu haben, in dem man auch im Winter überleben kann, oder bei Sturm unter einem Dach nicht so schnell erschlagen wird… ,dass die Medizin unser physisches Überleben sichert. Vielleicht ist es auch sehr gut, dass es inzwischen mehr Psychotherapien gibt, die helfen, dass Partner besser miteinander zurecht kommen. Obgleich die Scheidungsraten erheblich höher geworden sind, seit es diese Therapien gibt. Dennoch, bestimmte Partnerberatungen sollten die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Partner länger zufrieden miteinander bleiben.

 

Das ist also die Karmakategorie. Jeder Mensch hat sie. Auch der spirituellste Mensch hat Wünsche und Bedürfnisse auf diesen Ebenen. Es heißt, dass bei Menschen, die sich erstmalig im menschlichen Körper inkarnieren diese Bedürfniskategorie überwiegt. Diese Menschen sind recht zufrieden, solange sie zu essen haben, was sie wollen, … sie keine zu anstrengende Arbeit haben, … sie ihr Zuhause gemütlich einrichten können… , es in der Familie einigermaßen ok ist. Vielleicht noch, wenn sie sich den richtigen Lidschatten leisten können und sie modisch, up to date sind oder … wenn der Fußballverein nicht zu schlecht spielt… .

Für andere Menschen spielt Artha ein größere Rolle. Jeder Mensch hat auch Artha als Bedürfnis. Artha findet man ebenfalls im Tierreich. Artha ist der Wunsch nach Anerkennung, nach Macht, nach finanzieller Absicherung, und auch Reichtum. Bis zu einem gewissen Grad ist das ein Sicherheitsbedürfnis. Wer mehr Geld hat, kann vielleicht die nächste Hungersnot überleben – zumindest war das früher vielleicht mal der Hintergrund. Manche sagen, der Wunsch nach Reichtum und Macht ist aus diesem Sicherheitsbedürfnis heraus entstanden. Man gibt momentane Bedürfnisbefriedigung auf um sie später besser befriedigen zu können.

Hierzu gab es mal ein interessantes Experiment in Amerika, bei dem man Kindergartenkindern die Möglichkeit gegeben hat, entweder ein Marshmallow gleich zu bekommen oder zwei am Ende des Tages.

Ich gehe davon aus, dass ihr wisst, was ein Marshmallow ist, irgendetwas grässliches, süßen, wo Produkte aus Tierknochen und Häuten dazukommen, die Gelatine. Es ist besonders in Amerika das non plus ultra für Kinder. Ob es heute noch so ist weiß ich nicht, aber früher war es sicher so.

Man hat die Namen und Zeiten der Kinder aufgeschrieben. Einige haben eine Marshmallow sofort bekommen, andere zwei am Ende des Tagen. 25 Jahre später hat man geschaut, wie die Einkommenssituationen sind. Diejenigen, die im Kindergartenalter auf eine Marshmallow verzichtet hatten um später zwei zu bekommen, hatten ein fast doppelt so hohes Durchschnittseinkommen wie die Kinder, die sofort ein Marshmallow haben wollten. Es scheint also vielleicht genetisch bedingt oder …durch die Seele aus dem früheren Leben oder … die Erziehung, die ganz früh beginnt… . Wie auch immer, das Grundprinzip ist, jemand, dem Artha (Macht, Ansehen, Geld) besonders wichtig ist, der ist bereit jetzt auf sofortige Sinnesbefriedigung zu verzichten, um später dafür mehr Ansehen / Geld zu haben , vielleicht auch mit dem Hintergrund seine Bedürfnisse später besser befriedigen zu können. Man erlebt es auch unter vielen Wirtschaftsmenschen und Unternehmern. Die können auch mal nur ein paar Stunden schlafen, die Nacht durcharbeiten, auf Urlaub verzichten oder Mahlzeiten auslassen. Wenn es dabei hilft mehr Kohle zu scheffeln, dann sind sie dazu durchaus bereit.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Yoga bewirkt Senkung eines überhöhten Blutzuckerspiegel

Eine nächste Studie, ist eine, die man heute auch nicht mehr machen würde, da würde keine Ethikkommission zustimmen, das ist der Blutzuckerspiegel. Verschiedene Gruppen und Individuen, die zu Beginn der Studie einen Blutzuckerspiegel von 300 mg/dl hatten. Und dann am Ende der Studie, nach sechs Monaten, einen Blutzuckerspiegel von 150 mg/dl hatten. Also 300 ist schon viel, 150 ist noch strittig, 80 bis 120 ist normal, bei 150 scheiden sich die Geister, aber über 150 wird als behandlungsbedürftig angesehen. Deshalb sage ich, heute würde dort keine Ethikkommission dem mehr zustimmen, jemanden mit 300 nur mit Yoga zu behandeln über sechs Monate und dann ist es nur auf 200 heruntergegangen. Aber immerhin, es ist 100 heruntergegangen. Also hier, das sind schon 230 auf 170, das sind um 60 runter, von 300 auf 210, das ist um 90 runter. Also hier ist also signifikantes Senken eines überhöhten Blutzuckerspiegels allein durch Yoga bewirkt worden. Es gibt die Ceteris-Paribus-Bedingung, ob die jetzt zusätzlich was gemacht haben, steht auf einem anderen Blatt, denn da gibt es auch noch ein Phänomen. Auf irgendeinem Kongress hat die Martina Blei auch gesprochen und hat gesagt, jetzt müsste sie uns fast unter vorgehaltener Hand etwas sagen. Den Yogalehrern, die unterrichtet haben, wurde verboten, über irgendetwas zu sprechen. Also, sie durften nicht über Ernährung sprechen, nicht über Nichtrauchen sprechen, nicht über Abnehmen, nicht über Wichtigkeit von Sport, sie durften nur eine Yogastunde geben. Aber das Paradoxe war, die Untersuchungen haben gezeigt, die Menschen haben in einem erstaunlichen Maße mit der Zigarette aufgehört, sie haben ihren überhöhten Alkoholkonsum reduziert, einige haben zusätzlich Sport gemacht, viele haben ihre Beziehungen verbessert, viele sind engagierter bei der Arbeit gewesen. Also, irgendwo, sodass man nicht wirklich sagen kann, dass es nur die Yogaübung ist, aber der Mensch ist ein Ganzes und die Kontrollgruppe hat das eben nicht gemacht. Denen wurde halt gesagt, sie können machen, was sie wollen. Die haben nicht von selbst angefangen, zusätzlichen Sport zu üben. Eine paradoxe Sache ist auch, Menschen, die Yoga üben, fangen plötzlich auch an, Treppenstufen zu laufen. Insgesamt hat Yoga eben die Fähigkeit, Menschen dazu zu bringen, das zu tun, was gesünder für sie ist. So würde mich z.B. jetzt auch nicht wundern – das ist in der Studie nicht dokumentiert – dass die Yogaleute insgesamt abgenommen haben, weil sie gesünder gegessen haben. Das ist eben auch das Schöne am Yoga, dass es Menschen dazu führt, gesünder zu leben. Aber es ist eben nicht passiert, dass die sehr motivierend gesprochen haben, sondern es ist von selbst passiert und damit kann man das auch der Übung von Yoga zuschreiben. Also, man hat ihnen nicht verboten, ihre Ernährung zu verändern, aber es wurde verboten, Menschen dazu zu motivieren.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Ashtanga Yoga Blog-Eintrag ist ein Auszug aus einer unbearbeiteten Niederschrift aus einer Weiterbildung für Yogalehrer bei Yoga Vidya Bad Meinberg.  Der Seminarleiter war  Sukadev Bretz . Du findest viele Vorträge von Sukadev auch als Yoga und Meditation Video

# 3 Stunden Yoga – mit längerem Pranayama und Mula Bandha Variationen

Yogastunde für Fortgeschrittene – 3 Stunden Intensiv. Anfangsentspannung und Sonnengebet mit vorderem, mittlerem und hinterem Mula Bandha. Handstand und Skorpion mit gegenseitigem Helfen. Kopfstand. Schulterstand, Pflug, Fisch mit Variationen. Yoga Nidrasana und andere vorwärtsbeugende Variationen. Rückbeugen mit gegenseitigem Helfen. Drehsitz. Tiefenentspannung mit Aktivierung der Energiefelder und der Aura. Wechselseitiges Kapalabhati. 30 Minuten Wechselatmung mit Samanu Elemente-Reinigung und Rezitation der Moksha Mantras. 3 Runden Bhastrika. 15 Minuten Meditation. Mitschnitt aus einem Kundalini Yoga Intensiv-Praxis-Seminar bei Yoga Vidya Bad Meinberg

Die Evolution der Seele

Die Evolution der Seele

Yogis haben auch eine etwas andere Sichtweise auf die Evolution. Nicht nur, dass das ganze Leben und die Gattungen sich entwickeln, sondern, dass es letztlich eine individuelle Evolution gibt, dass eine Seele sich inkarniert über viele Tierkörper bis die Seele irgendwann erstmals in einen Menschenkörper kommt. Im Menschen ist besonders charakteristisch, dass er den Intellekt, den Verstand hat. Es gibt natürlich noch ein paar andere Besonderheiten des Menschen, aber er hat zunächst mal den Verstand. Wenn die Seele sich erstmals im Menschen inkarniert, hat sie die gleichen Wünsche wie ein Tier, allerdings mit dem Intellekt um das ganze etwas ausgefeilter, man kann auch sagen komplizierter zu befriedigen.

Ein Tier hat den Wunsch nach Karma besonders ausgeprägt. Karma wird oft als Sinnesbefriedigung übersetzt. Ein Tier will die Sinne befriedigen, seine körperlichen und emotionalen Bedürfnisse ausleben. Diese werden wieder in vier Hauptkategorien eingeteilt, deren Sanskrit-Ausdrücke ich nicht nennen werde sondern die deutschen.

1.   Essen, wir wollen etwas Gutes essen, trinken gehört auch dazu.

2.   Haus, Zuhause, Nest.

3.   Fortpflanzung, Familie, alles was damit zusammenhängt

4.   Sicherheit und Überleben.

Das sind die 4 Hauptkategorien. Wir können also anfangen mit dem Essen. Der Mensch will essen. Unsere modernen Zivilisation macht eine ganze Menge, damit wir essen können. Wenn man mit einem Flugzeug fliegt und runterschaut, stellt man fest, wie viel Teile unseres Planeten wir zur Essensproduktion umgewandelt haben. Die Tiere essen das, was Ihre Instinkte Ihnen vorgeben. Der Mensch hat kompliziertere Weisen. Er isst nicht einfach irgendwelche Wurzeln, Kräuter und Früchte, sondern, das ganze muss angebaut werden. Es muss geerntet werden. Es muss verkauft werden Es muss gekocht werden Es muss gewürzt werden. Man muss erst einen Tisch darunter setzen, dann ein Tischtuch, dann einen Teller, da kommt das Essen drauf, es kommt Besteck dazu, eine Serviette und dann isst man das Ganze. Es gibt Menschen, die geben noch Geschmacksaromen und Farbstoffe darüber, so dass man nach Möglichkeit nicht mehr erkennt, was es ursprünglich mal war oder; damit man es mag, wenn es etwas Unnatürliches ist. Das nennt sich den Verstand nutzen, um die Sinne zu befriedigen, um zu essen. Das hat sowohl etwas Kulturelles, als auch etwas Industrielles. Wir sollten natürlich auch nicht vergessen, der Verstand hat uns dazu gebracht, dass wir, zumindest in Europa, keine Hungersnöte mehr haben.

Das nächste ist das Zuhause. Wir wollen ein Nest bauen. Es gibt Wohnungen, es gibt Zimmer und manche haben riesige Häuser oder Paläste. Einige Tiere haben ebenfalls hochkomplexe Nester, wie z.B. Bienen oder Ameisen. Interessanterweise haben die Insekten die komplexesten Staaten und bauen die komplexesten Häuser.

Aber auch der Mensch hat es kompliziert gemacht. Ich habe einiges mitbekommen, als dieser Yogaraum gebaut wurde. Zuerst musste ausgebaggert werden, dann kam ein Kiesbett, ein Sandbett, eine Folie und schließlich eine Bodenplatte darauf. Danach eine Dämmschicht, darauf die Heizspiralen, hier ist ja Fußbodenheizung drin, darüber der Estrich, auf dem Estrich der Teppich und dann kommt eine Decke, das Kissen und da setzen wir uns dann drauf. Über uns sind erst mal Rehgipsplatte, darüber irgendein Dämmmaterial, darüber eine Decke, noch ein Dämmmaterial, irgendwelche Folien, irgendein Bett und darüber die Platten, denn darüber ist die Sonnenterasse. Also recht komplex, um unser Nest zu bauen. Aber im Grunde genommen ist es unseren Verstand nutzen um besser wohnen zu können. .. oder besser meditieren zu können, zumindest im Winter.

 

Mit dem Zuhause hängt natürlich auch noch alles Mögliche ästhetisch zusammen. Das sind nicht nur die Baumaterialien sonder der Teppich muss zur Farbe des Raumes passen und die Farbe der Kissen muss dazu passen. Die Pflanzen müssen dazu passen. Dieser Raum wurde immer wieder neu gestrichen und anscheinend auch jedes Mal in einer neuen Farbe. Vielleicht, um es noch schöner zu machen als vorher. Das gehört so zu diesem Aspekt. Verfeinerung der tierischen Instinkte können wir auch sagen.

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Krebshilfegesellschaft – Schirmherrschaft von Mildred Scheel

Es gab jetzt eine Studie, die habt ihr hier nicht drauf, aber die könntet ihr sicher im Internet suchen, „Wissenschaftliche Studie Yoga und Krebs“. Es gibt jetzt keine Studie, die zeigt, dass Yoga helfen würde, Krebs zu heilen. Krebs scheint so eine der am schwierigsten behandelbaren Krankheiten zu sein, mindestens mit alternativen Mitteln. Da gibt es fast keine Studie, die zeigen würde, dass irgendeine alternative Sache in einer ausreichend guten Studie eben gezeigt hätte, es wäre hilfreich. Es wurden ein paar Studien probiert. Es gab ja die deutsche Krebshilfegesellschaft, die ja unter der Schirmherrschaft von Mildred Scheel war. Jedenfalls, die war alternativ orientiert und da wurden am Anfang zielgerecht Mittel in die Erforschung von alternativen Mitteln hineingesteckt und das hat sich nicht so bewährt. Allerdings, es gab so ein paar kleine Sachen. Irgendeine Misteltherapie bei ganz spezifischen Krebsformen und es gibt noch so ein paar andere, aber nur bei ganz spezifischen. Aber Yoga wurde dort eben untersucht, während der Chemotherapie. Und dort hat sich eben gezeigt, Menschen, die während der Chemotherapie Yoga üben, haben erheblich weniger Nebenwirkungen als Menschen, die kein Yoga machen. Früher hat man ja mal gesagt, während der Chemo sollte man sich schonen. Am besten nichts tun, von der Arbeit krankschreiben lassen, im Bett liegen und vielleicht noch lesen und Fernsehgucken, keinesfalls sich überlasten. Heute weiß man, dass es bei der Chemotherapie, wenn es irgendwo physisch möglich machbar ist, das Falscheste ist, was man machen kann. Sport, Spaziergang, sogar mildes Krafttraining führt dazu, dass erheblich weniger Nebenwirkungen sind, sowohl psychischer Natur bis zum Ausfallen von Haaren. Noch effektiver als Sport ist tägliches Üben von Yoga. Das ist jetzt auch wieder anekdotisch von meiner, also nicht von meiner persönlichen Erfahrung, aber Unterrichtserfahrung. Ich kenne eine ganze Menge Frauen, die Brustkrebs hatten, die dann Yoga geübt haben und Chemotherapie gemacht haben und gesagt haben, sie hatten kaum Nebenwirkungen gespürt. Sie hatten alle so furchtbar Angst vor der Chemo, aber eigentlich ist es viel glimpflicher abgelaufen, als sie es befürchtet haben und sehr viel besser als die anderen Frauen, die sie ansonsten getroffen haben. Also, das tägliche Üben von Yoga hilft auch, Schulmedizin verträglicher zu machen und wirkungsvoller zu machen, mit Ängsten besser umzugehen.

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