Was ist Ayurveda? Lakshmana antwortet

Lakshmana, Ayurvedatherapeut und Leiter der Ayurveda Oase bei Yoga Vidya Bad Meinberg, antwortet kurz auf die Frage: Was ist Ayurveda? Mehr Infos zum Ayurveda https://www.yoga-vidya.de/ayurveda.html . Im Ayurveda spielen auch Massagen eine wichtige Rolle. Alle Seminare und Ausbildungen zum Thema Massage unter https://www.yoga-vidya.de/ausbildung-weiterbildung/massage-ausbildung.html

Rama – der Gott der Freude …

Rama – der Gott der Freude und der Rechtschaffenheit Am Vorabend von Ram Navami spricht Sukadev über die Bedeutung von Rama. Rama gilt als die achte Inkarnation, als achter Avatar, von Vishnu. Er kam vor vielen Tausend Jahren auf die Erde, um Rechtschaffenheit wiederherzustellen, ein Leben der Freude und der Liebe zu leben. Rama hatte […]

Wie und warum wirkt Yoga

Jetzt natürlich dann die Frage, warum wirkt Yoga? Da gibt es verschiedene Modelle. Ich will jetzt drei aufgreifen. Das erste der drei Modelle beruht auf dem ganzen Modell „Stress und Entspannung„. Es gibt eine umfangreiche Forschung, die zeigt, dass Stress krank macht und umgekehrt, es gibt eine umfangreiche Forschung, die zeigt, dass Tiefenentspannungstechniken gesund machen. Es gibt ja auch ein ganzes Handbuch der Entspannungsverfahren, das könnt ihr auch euch in der Boutique besorgen und da sind auch zig Studien aufgeführt, die zeigen, dass Entspannungsverfahren heilend wirken. Und so kann man eben die Forschung und auch die Ursachenforschung auf dem Gebiet nehmen. Stress macht krank, Entspannung hilft, dass der Körper gesundet, Yoga ist auch ein Entspannungsverfahren und weil Yoga ein Entspannungsverfahren ist, ist anzunehmen, dass es heilend wirkt. Jetzt allerdings, in allen Studien, wo man untersucht hat, was wirkt besser, Yoga als Ganzes oder nur Autogenes Training oder PMR oder eine andere Entspannungstechnik, hat sich bei fast jedem Krankheitsbild gezeigt, dass Yoga besser wirkt als nur eine Entspannung. Also muss es auch mehr sein als eine Entspannung. Und da gibt es eben weitere Erklärungsmodelle, aber zunächst auch im Stressmodell gilt auch noch, Yoga fördert auch Einstellungen und Verhaltensweisen, die Menschen helfen, stressresistenter zu werden. Wir können auch sagen, zunächst mal eine Tiefenentspannung führt einfach dazu, dass Menschen entspannter sind. Jeden Tag wird der Mensch gestresst, dann entspannt er sich und so kann er immer wieder runter kommen. Oder nehmen wir an, wir haben einen Stressfaktor, man wird immer gestresster und ab hier werden wir krank. Und dann macht man eine Tiefenentspannung, dann sinkt das Stresslevel wieder, dann kann man sich wieder wunderbar stressen am Tag, Tiefenentspannung, sinkt wieder, man kann sich wieder wunderbar stressen. Gut, und vielleicht gibt es in der Beziehung auch noch mal Stress, dann muss man halt ein bisschen länger entspannen. Das ist natürlich jetzt sehr vereinfacht. Aber durchaus, hat es sich gezeigt, so ist es auch. Aber zusätzlich ist noch, Yoga fördert Verhaltensweisen, die helfen, dass Menschen bei Stressfaktoren gar nicht so gestresst sind. Also, es gibt die gleichen Stressfaktoren und anstatt, dass man dann so schnell hochkommt, kommt man vielleicht nur auf dieses Niveau und ein gewisses Stressniveau gilt ja sogar als besonders gesundheitsfördernd. Gänzlich ohne Stress zu sein, ist am aller stressendsten. So kann man sagen, Yoga wirkt zum einen als Entspannung, zum zweiten fördert es stressresistentere Verhaltensweisen und Einstellungen.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Ashtanga Yoga Blog-Eintrag ist ein Auszug aus einer unbearbeiteten Niederschrift aus einer Weiterbildung für Yogalehrer bei Yoga Vidya Bad Meinberg.  Der Seminarleiter war  Sukadev Bretz . Du findest viele Vorträge von Sukadev auch als Yoga und Meditation Video

Wie und warum wirkt Yoga? Diese Frage ist immer wieder interessant. Den Praktiker interessiert das vielleicht weniger – wer Yoga übt, erfährt Gesundheit, Gelassenheit und Lebensfreude.

Grundlagen der spirituellen Praxis

Der spirituelle Weg Teil 3

Wir behandeln in diesem Vortrag:

– Die Grundlagen der spirituellen Praxis auf den ersten beiden Stufen der spirituellen Evolution.

– Wie oft und wie lange sollte ein Aspirant Meditation und Yogaübungen praktizieren?

– Wie geht man mit seinen Wünschen und Bedürfnissen um?

 

Ich hatte in meinem letzten Vortrag über Subecha gesprochen, über die vier Haupt Wunschkategorien, insbesondere Karma, Artha und Dharma. Als vierte besondere Wunschkategorie gibt es Moksha, den Wunsch nach Befreiung.

Wenn der Wunsch nach Befreiung stark ist, dann befinden wir uns auf der ersten der Bhumikas. Ich will gleich etwas mehr über Subecha erzählen. Es kann auch schon helfen, wenn man dieses Modell von Karma, Artha, Dharma und Moksha als eine der Möglichkeiten nimmt, wie man andere Menschen ein bisschen einschätzen kann, um mit Ihnen umzugehen. Bei manchen Menschen ist es so, dass mal das eine wichtiger ist, mal das andere. Oder in dem einen Lebensumstand ist das eine wichtiger, in dem anderen das andere und bei manchen ist eigentlich nur eine Wunschkategorie ihr ganzes Leben lang vorherrschend.

Es gab in der Psychotherapie und in der Psychologie eine ganze Weile Schulenstreitigkeiten. Freud und Psychoanalyse haben gesagt: die Menschen streben hauptsächlich nach Sexualität (also auf der Ebene von Karma) und alle Probleme fangen dort an. Wobei er den Begriff Sexualität sehr viel weiter verstanden hat, als wir das vielleicht heute tun würden oder als es seine Zeitgenossen damals getan haben. Dann kam einer Namens Adler und hat gesagt: Menschen streben nach Macht, woraus die Minderwertigkeitskomplexe resultieren, von denen ihr sicher schon gehört habt. Adler hat das irgendwann mal herausgefunden. Das wäre also Artha .Dann kamen die humanistischen Psychologen, die gesagt haben: Menschen streben nach Selbstverwirklichung. Nicht im Sinne von Yoga, im Sinne von spiritueller Einheit mit dem höchsten Selbst, sondern im Sinne des Auslebens seiner Talente und Möglichkeiten; auch: Persönlichkeit, Talente, Fähigkeiten immer mehr entfalten. Das, was wir eben auf der Dharmaebene haben.  Menschen haben all diese Kategorien. Danach kam noch die transpersonale Psychologie hinzu und hat gesagt: Wir können beobachten, was Menschen am meisten motiviert und was das größte Heilpotential hat. Es ist, wenn Menschen zu etwas kommen, das jenseits ihrer individuellen Persönlichkeit ist. Im November findet ein großer Yogakongress in Bad Meinberg statt in Zusammenarbeit mit der großen SMRR, ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern, die sich der wissenschaftlichen Erforschung von Meditation gewidmet haben. Dort werden einige Vorträge aus der transpersonalen Psychologie abgehalten und empirische Studien über das Heilpotential von spirituellen Praktiken vorgestellt.

Es gehören alle vier Kategorien dazu. Bei den Menschen überwiegt entweder das eine oder das andere. Wenn Menschen hauptsächlich an Karma als Sinnesbefriedigung interessiert sind, also :angenehm essen, schön wohnen, nicht zu viel arbeiten, keine zu komplizierten Familienbeziehungen, … ,dann sind sie relativ glücklich. Wenn man diesen Menschen sagt, sie sollten an ihren Talenten feilen und sie sollten wirklich in ihr Herz hören und dem folgen, die schauen sie einen nur etwas befremdet an. Angenommen, sie haben einen Ehegatten, der hauptsächlich an Artha interessiert ist und  Kohle machen will,  das würde bedeuten, dass auf der Karmaebene nicht alles möglich ist und dass auf der Dharmaebene vielleicht auch nicht so viele Möglichkeiten sind. Es ist wenig spirituelles Verständnis vorhanden. Dafür wird er bereit sein lange zu arbeiten und viel Geld für die Familie zu verdienen und das ist sein Hauptbeitrag für die Familie.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Frühlings Navaratri – Ram Navami – Rama der sich freut :))

Kommentar von Sukadev Bretz . Gelesen im Anschluss nach einer Meditation im Haus Yoga Vidya Bad Meinberg. Hier klicken für weitere Infos zu: Seminare bei Yoga Vidya, Ayurveda, Yogalehrer AusbildungAlle täglichen Inspirationen mp3 mit Player zum Anhören

Willst du Yogalehrer werden?

Hast du schon mal überlegt, Yogalehrer zu werden? Yogalehrer werden ist etwas ganz Faszinierendes: Es heißt zum einen, Yoga wirklich ganz gründlich zu erlernen. Es heißt zum anderen, zu lernen, wie du andere zum Yoga anleitest. Ein Yogalehrer, eine Yogalehrerin, praktiziert – und gibt weiter. Musst du dabei alles können, was du nachher weitergibst? Nein – du kannst Rückenyoga unterrichten, auch ohne selbst Rückenschmerzen zu haben. Du kannst den handstand unterrichten, auch ohne ihn zu beherrschen. Aber: Du kannst kein Hatha Yoga unterrichten, ohne nicht auch selbst Hatha Yoga in irgendeiner Form zu praktizieren. Ein Yogalehrer/in sollte also selbst praktizieren, sich an ethische Standards halten. Und: Yogalehrer werden heißt nicht einfach einen neuen Beruf zu ergreifen um besser Geld verdienen zu können. Wenn du Yogalehrerin werden willst, solltest du das tun mit der Absicht, anderen zu helfen, um Gutes zu tun. Und wenn du damit auch deinen Lebensunterhalt bestreiten willst/musst, ist das natürlich legitim. Hier ein Artikel mit vielen Infos, wie du Yogalehrer werden kannst >>>

Das tägliche Leben spiritualisieren

Ein zweiter Aspekt von Dharma ist nicht nur anderen Gutes zu tun, anderen helfen und zu dienen, mit Liebe Verantwortung zu übernehmen, sondern seine eigenen Talente und Fähigkeiten zu leben, zu entwickeln und immer weiter zu entwickeln. Auch hier könnte man sagen, um von Artha auf Dharma zu gelangen gibt es auch eine andere Weise. Wenn man versucht mehr Macht zu bekommen, wird man versuchen das Maximale aus sich selbst heraus zu holen. Im Grunde kann man sagen, nach acht Stunden beginnt man das zu tun, was nachher effektiv ist, um im Beruf weiter voran zu schreiten. Acht Stunden am Tag macht jeder. Wenn man weiter voran schreiten will, ist das, was man über acht Stunden hinaus macht das, was tatsächlich nachher etwas bewirkt. Um das aber auf Dauer durchzuhalten muss man seine eigenen Talente und Möglichkeiten nutzen. Wenn man erfolgreich sein will, ist es sehr viel effektiver seine Stärken zu nutzen als zu versuchen an seinen Schwächen zu arbeiten. Das ist übrigens ein allgemeiner Tipp. Wenn ihr erfolgreich sein wollt, schaut: Was sind eure Stärken? und: Wie könnt ihr eure Stärken dafür einsetzen? Überlegt nicht so sehr: Was sind meine Schwächen, die mich davon abhalten? um dann dauernd an euren Schwächen zu arbeiten. Allerdings sollten wir an unseren Schwächen in dem Grad arbeiten, wie die eigenen Schwächen uns davon abhalten die eigenen Stärken einzusetzen. Wer zum Beispiel ein aufbrausender Typ ist und dann plötzlich aufbraust und alles kaputt macht, woran er vorher Wochen und Monate gearbeitet hatte, der sollte schon sein Temperament ein bisschen anders einsetzen. Oder, wer ein unpünktlicher Mensch ist und deshalb Geschäftsabschlüsse verhindert, der sollte Pünktlichkeit entwickeln. Aber dann, wenn man erfolgreich sein will, muss man seine Stärken einsetzen. Also muss man sich besser kennen lernen: „Was sind meine Stärken?  die muss man immer weiter entwickeln. Irgendwann stellt man dann fest, dass es eigentlich doch viel schöner ist, seine eigenen Talente und Stärken zu entfalten, als mehr Geld zu habe. Sich selbst gemäß zu leben ist letztlich schöner als Macht über andere zu haben. Das wird dann wichtiger. Dharma wird wichtig. Für viele von euch wird diese Art von humanistischer Selbstverwirklichung ein wichtiger Aspekt im Leben sein. Ich habe nach Umfragen und wissenschaftlichen Forschungen unter Yoga-Teilnehmern festgestellt, im Verhältnis zur Restbevölkerung sind einerseits die helfenden, sozialen Berufe überrepräsentiert und andererseits haben die Yogaübenden oft einen hohen Bildungsstand sind aber für diesem Bildungsstand unterbezahlt. Das heißt, sie haben öfters die Wahl getroffen, nicht nach dem höchsten Verdienst zu gehen, sondern das zu tun, was ihrem selbst gemäß ist oder was für sie sinnvoll erschien. Was nicht heißt, dass man nicht auch Vorstandsvorsitzender von Mercedes sein könnte und gleichzeitig Yoga üben.

Ich fände es sogar gut, wenn Bundeskanzler, Bundespräsident und alle Vorstandsvorsitzende der verschiedenen Unternehmen die letzte Bedürfniskategorie groß haben und Dharma leben wollen, das zum Wohl anderer einsetzen und zusätzlich das ganze spiritualisieren würden.

Moksha, der Wunsch nach Befreiung ist ebenfalls in allen Menschen bewusst oder unbewusst aktiv, in manchen ist er besonders stark. Ist der Wunsch nach Moksha besonders stark, dann befinden wir uns auf Subecha und was das dann genauer heißt, darüber spreche ich dann bei meinem nächsten Vortrag.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Yoga wirkt, das weiß man

Da wären wir schon bei verschiedenen Erklärungsmodellen. Jedenfalls, dass Yoga wirkt, das weiß man. Yoga ist erforscht. Man kann auch sagen, unter allen so genannten alternativmedizinischen Dingen, die man machen kann, ist Yoga mit großem Abstand die am besten erforschte Therapie und die auch am besten ihre Wirksamkeit gezeigt hat. Und dass jetzt Yoga bisher nur als Prävention und weniger von Krankenkassen als Therapie bezahlt wird, liegt mehr oder weniger daran, dass sich bisher noch niemand darum bemüht hat, das jetzt auch in die medizinische Therapie hineinzubringen. Das war jetzt auch das Paradoxe. Die Martina Blei hat mit ihrer Studie bewiesen, dass Yoga heilend wirkt bei Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Bluthochdruck und Rückenschmerzen, trotzdem war die Folge dieser Studie nicht, dass dann Yoga als Therapie gegen Rückenbeschwerden bezahlt wird, sonder die Folge war, dass Yoga als Präventionsmaßnahme bezahlt wird. Aber das liegt halt auch daran, dass die Verbände vom Yoga noch nicht ausreichend in der Richtung arbeiten und vielleicht auch, dass bisher die Yogalehrenden selbst eher im präventiven Bereich als im heilenden, therapeutischen Bereich tätig sein wollen und da sind wir ja auch gerade bei Yoga Vidya dabei, den Aspekt von Yogatherapie weiter auszubauen, wobei dann eben das Ziel ist, mit standardisierten Programmen, die wissenschaftlich evaluiert werden können, auch begleitend wirklich in ganz normale Krankenhäuser, physiotherapeutische Therapiepraxen usw. gehen zu können und dass ein Arzt dann konkret Yoga verschreibt bei bestimmten Krankheitsbildern.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Ashtanga Yoga Blog-Eintrag ist ein Auszug aus einer unbearbeiteten Niederschrift aus einer Weiterbildung für Yogalehrer bei Yoga Vidya Bad Meinberg.  Der Seminarleiter war  Sukadev Bretz . Du findest viele Vorträge von Sukadev auch als Yoga und Meditation Video

Wie bist du zum Ayurveda gekommen? Sukadev fragt – Lakshmana antwortet

Wie bist du zum Ayurveda gekommen? Sukadev stellt diese Frage dem Leiter der Ayurveda Oase bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Lakshmana erzählt, wie er über die Übung von Yoga und stärkere Bewusstheit Ayurveda immer mehr schätzen gelernt hat. Alle Seminare, Aus- und Weiterbildungen zum Thema Massage .

Seinen angemessenen Platz finden

Für andere Menschen ist der Wunsch nach Dharma besonders wichtig. Jeder Mensch hat den Wunsch nach Dharma aber bei manchen ist er besonders wichtig. Man könnte zwei Hauptaspekte herausgreifen. Dharma ist ein sehr vielschichtiges Wort und gar nicht wirklich ins Deutsche zu übersetzen, je nach Kontext kann es verschiedene Bedeutungen haben. Wer öfter hier her kommt oder wer Teilnehmer der Vier-Jahres-Ausbildung ist, erlernt häufig noch weitere Aspekte dieses Begriffes. In diesem Kontext heißt Dharma, der Wunsch etwas für andere zu tun, seinen richtigen Platz in der menschlichen Gesellschaft zu finden, dass man etwas für andere hat.

Der 2. Aspekt ist, seine Talente zu leben. Das zu tun, was in einem angelegt ist und es idealerweise so zu machen dass es für andere etwas Gutes ist. Der zweite Aspekt ist das, was man in der humanistischen Psychologie gerne als Selbstverwirklichung bezeichnet. Das tun, was tief im Inneren in einem angelegt ist. Dieser Wunsch nach Dharma ist durchaus auch im Tier angelegt. Ein Tier will ebenfalls seinen angemessenen Platz finden. Wer Hunde hat, der weiß, auch ein Hund hat das Bedürfnis, seine richtige Rolle zu finden. Wenn man einen Hund hat ist es wichtig, dass man die Rangordnung klärt. Es ist oft ein Problem, wenn man mehrere Hunde hat, der Mensch versucht immer den schwächeren Hund zu bevorzugen. Das ist aber für die Hunde nicht gut. Deren Wunsch nach Dharma, ihren Platz in der richtigen Gesellschaft zu finden wird so ständig durcheinander gewirbelt. Wenn die Tiere ihre Platz kennen, sind sie bereit, an dem Ort, an dem sie gerade sind ihre Pflicht und Aufgabe zu erfüllen. Das ist bei den Insekten so, das ist bei den Hunden so, das ist bei den Katzen so… . Katzen sind etwas eigenbrötlerischer, aber die Katzenmutter hat durchaus auch ein Bedürfnis Ihre Aufgabe zu erfüllen. Familie ist in dem Fall nicht nur Karma. Sie macht es nicht nur aus Sinnesbefriedigung heraus. Gut, wir können sagen, ist in den Instinkten angelegt aber es ist durchaus ein Verantwortungsgefühl das da ist. Bei Tieren geht das hauptsächlich über die Instinkte, beim Menschen sagt man, wird es von einer höheren Warte aus gesehen. Wir wollen etwas tun, unseren Platz dort finden, um etwas Bedeutsames für andere zu tun und wenn es sich weiter entwickelt anderen zu helfen, anderen zu dienen,.

Wenn Dharma besonders wichtig wird, könnte es dort evolutionsmäßig zwei Weisen geben, wie man dorthin gekommen ist.

Angenommen, man versucht immer mehr Macht zu bekommen, mehr Geld zu scheffeln. Man wird feststellen: man hat’s mit anderen Menschen zu tun und muss andere Menschen verstehen. Je besser man andere Menschen versteht, um so besser kann man sie manipulieren. Wenn man heutzutage die Beschreibung irgendwelcher Führungsseminare liest, dann geht es darin immer darum andere Menschen zu verstehen um nachher mehr Geld zu bekommen. Der wird am ehesten der Beste, der Einflussreichste, der besonders auf andere eingehen kann. Aber es gibt einen Mechanismus. Wenn wir versuchen, andere Menschen wirklich zu verstehen, entsteht etwas, was man als Liebe bezeichnen kann. Ein Mensch mag die Menschen, über die er viel weiß. Ob das immer so ist sei dahingestellt aber der Mensch hat die Fähigkeit zur Empathie und die entsteht, wenn wir über einen anderen einiges wissen. Ihr kennt das vom Film her. Wen mag man typischerweise am meisten als Zuschauer? Den Hauptdarsteller, die Hauptdarstellerin, selbst, wenn es ein Verbrecher ist. Warum mag man den am meisten? Weil man am meisten über ihn weiß und weil man die Welt aus deren Perspektive sieht. Das ist übrigens auch eine einfache Weise, wenn es jemanden gibt, den ihr nicht mögt, gibt es zwei Möglichkeiten ihn zu mögen, wenn ihr ihn mögen wollt … . Was meine Empfehlung wäre, denn es ist eine gute Sache Menschen zu mögen vor allen Dingen die Menschen, mit denen man regelmäßig zu tun hat. Es ist erheblich Lebensqualitäts- einschränkend mit Mensch zusammen zu sein, die man nicht mag. Man könnte ja probieren sie zu vernichten oder sie zu meiden oder … man könnte probieren sie zu mögen. Zwei einfache Weisen dazu wären, zum einen mehr über den anderen Menschen zu erfahren und zum andern, die Welt mal eine Weile aus seiner Sicht zu sehen. wie ein Gedankenexperiment. Wenn ich der Mensch wäre, wie würde ich jetzt reagieren? Das ganze koppeln mit der nötigen Demut, denn, einen anderen wirklich hundertprozentig zu verstehen ist nicht möglich. Es ist ja noch nicht mal möglich, sich selbst hundertprozentig zu verstehen. Vielleicht als Selbstverwirklichter…. aber nicht in den Vorstufen. Oder wer von euch kann sagen, ich habe ich hundert Prozent verstanden? Ich versuche seit dreißig Jahren mich zu verstehen. Ich bin mir immer noch für eine Überraschung gut. So seid vorsichtig jemand anderem gegenüber zu sagen: „Ich versteht dich ja.. Meistens folgt dann: „Ja, aber, …. „. Wir können probieren andere Menschen mehr zu verstehen und so kann es sein, dass jemand, dem es eigentlich um Macht ging mehr mit Menschen zu tun hatte. Und jemand, der Wirtschaftsmacht will, muss ja verstehen: was treibt andere Menschen an? Und dabei kann er vielleicht beginnen zu überlegen, statt den Menschen was zu verkaufen, was der nicht will, könnte man probieren etwas wirklich Gutes zu tun. Dann erwacht der Wunsch Gutes zu tun. Andere Menschen benötigen diese Zwischenstufen nicht. Solange sie zurückdenken können…, bei Ihrer Berufswahl und bei vielen anderen Wahlen war immer auch die Frage: Was könnte ich machen, was sinnvoll ist? Was könnte ich machen, das für andere Menschen gut und hilfreich ist? Wenn ich beim Vortrag frage: „Wer von euch ist in sozialen Berufen im weiteren Sinne, in sozialen oder helfenden Berufen, bitte mal den Arm heben. Kann ich feststellen, das ist in Yogakreisen überrepräsentiert.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.