Yoga hilft körperliche und psychische Fähigkeiten zu aktivieren

Und dann gibt es das letzte Erklärungsmodell, was irgendwann der Dietrich Ebert entwickelt hat und was dann in die gleiche Richtung geht, wie wir es vorher so engagiert gehört haben. Yoga als psychosomatische Funktionsaktualisierung – finde ich eine tolle Wortzusammenstellung. Das heißt, Yoga hilft, körperliche und psychische Fähigkeiten zu aktivieren und über das Aktivieren von psychischen und körperlichen Fähigkeiten kann der Körper und der Geist sich besser regenerieren. Es werden praktisch positive Rückkopplungsschleifen entwickelt, egal ob man jetzt annimmt, dass Yoga im Geist anfängt oder im Körper. Über den Körper und über die Psyche wird eine positive Wirkung ausgeführt oder erreicht und diese wirkt dann wieder auf anderes und so wird eine Art Engelskreislauf geschaffen. Und dort ist eben der große Vorteil beim Yoga, Yoga wirkt auf verschiedenen Ebenen und von verschiedenen Seiten her und irgendwas wird greifen und dann so eine Art Engelskreislauf einleiten. Rückenschmerzen sind ja oft so eine Art Teufelskreislauf. Wenn ich das jetzt gerade kurz noch erwähne, wir werden uns ja mit Rücken noch etwas mehr beschäftigen, aber wir können sagen, vielleicht steht am Anfang so eine Kombination aus ungenügender Bewegung mit Stress und das führt dann zu Verspannung im unteren Rücken. Verspannung im unteren Rücken führt dann dazu, dass Menschen sich weniger bewegen. Weil sie sich weniger bewegen, wird die Verspannung mehr. Weil die Verspannung mehr wird, tut es weh. Wenn etwas weh tut, verspannt sich der Mensch noch mehr. Wenn er sich noch mehr verspannt, tut es noch weher. Wenn etwas weh tut, hat man keine Lust mehr, mit anderen Menschen so viel zu sprechen, man zieht sich zurück. Wenn man sich zurückzieht, hat man weniger sozialen Rückhalt. Die Folge ist, man leidet unter Stress noch etwas mehr. Weil der Stress noch etwas mehr wirkt, tut es noch weher. Weil es noch weher tut, bewegt man sich noch etwas weniger usw. Und so wird das wie eine vielfältige Rückkopplungsschleife, wo Psyche, Körper, verschiedene Körpersysteme, Energien, soziales Umfeld usw. zusammenwirken und es vielleicht bis zum Zusammenbruch des Sinnkontextes kommt, „Warum ich? Warum passiert das mir, wo ich doch so ein netter Mensch bin?“, all das zusammen kommt zusammen. Und wenn man irgendwo anfängt, können sich die Selbstheilkräfte entwickeln und genau das macht das Yoga. Es setzt an, dass der Körper und der Geist harmonisiert werden, seine Kräfte gestärkt werden und dann kommen positive Rückkopplungseffekte. So wie ich es vorher genannt hatte bei dieser Blei-Studie. Die haben Yoga geübt, sie haben sich besser gefühlt, mehr ihre Bedürfnisse gespürt, haben die Ernährung verbessert, haben sich besser bewegt, sind mehr auf andere Menschen zugegangen, ihre Arbeit hat ihnen mehr Spaß gemacht usw. Und alles hat irgendwo begonnen mit einer Yogastunde pro Woche, die auf Körper und Geist sehr umfassend wirkt.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Ashtanga Yoga Blog-Eintrag ist ein Auszug aus einer unbearbeiteten Niederschrift aus einer Weiterbildung für Yogalehrer bei Yoga Vidya Bad Meinberg.  Der Seminarleiter war  Sukadev Bretz . Du findest viele Vorträge von Sukadev auch als Yoga und Meditation Video

 

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