Yoga heißt Geschick im Handeln

Das gilt auch, im Beruflichen natürlich geschickt vorzugehen. Wenn man beruflichen Ehrgeiz hat, ist ein gewisses Rajas natürlich immer dabei. Und Rajas, wenn man da viel hat, ist durchaus am besten, es im Beruf auch auszuleben. Wie ich gestern gesagt habe, es wäre wünschenswert, wenn spirituelle Aspiranten mehr beruflichen Ehrgeiz hätten. Es wäre gut, wenn mehr spirituelle Menschen Vorstandsvorsitzende von internationalen Konzernen wären. Es wäre auch gut, wenn mehr Ministerpräsidenten, und Bundeskanzler, Präsidenten, spirituelle Aspiranten wären. Allerdings, dazu braucht es schon recht viel Ehrgeiz, und da muss man auch einiges an Schlägen aushalten können. Vermutlich, um Politiker zu sein, ist eine der wichtigsten Eigenschaften ein dickes Fell. Bereitschaft, getreten, geschlagen, geprügelt, ungerecht angeklagt zu werden, trotzdem freundlich lächeln, Kritik ernst zu nehmen, aber weder aggressiv zu reagieren noch deprimiert zu werden. Und manche halten das nur aus, weil sie auf diese Weise ihre Machtbedürfnisse befriedigen. Sie nehmen viel dafür in Kauf. Und das ist oft das Problem bei spirituellen Aspiranten: Warum sollte ich mir das antun? Dann ist es manchmal so, dass die Politiker weiter dran bleiben, die so etwas aushalten, mehr für Machtbedürfnis, und dass manchmal die Politiker, die ursprünglich in die Politik gegangen sind, um etwas Gutes zu tun, sich fragen, warum soll ich mir das antun. Glücklicherweise gibt es aber auch heute eine Reihe von Politikern, die diesen Anfangsoptimismus, den sie anfangs in die Politik gebracht haben, auch heute noch haben und halt lernen müssen, das Spiel der Politik zu spielen.

Jetzt im Beruflichen gilt bei all dem aber Sattwa. Und dazu gehört insbesondere die Ethik. Also wenn man einen Beruf hat, wo man viel betrügen muss, dann sollte man den Beruf wechseln. Wenn man einen Beruf hat, der bedingt, dass man andere bewusst schädigt oder auch größere Schädigungen in einem Übermaß an der Umwelt oder andere Lebewesen in Kauf nehmen muss, dann müssen wir auch den Beruf wechseln.

Ich erzähle da gern ein Beispiel: In einer der 2-Jahres-Ausbildungen, die ich ganz am Anfang gegeben habe, gab es einen Teilnehmer, der war Metzgermeister. Und der hat relativ bald gemerkt, er kann nicht weiter töten. Und er kann auch nicht weiter töten lassen. Das geht nicht. Und das war auch für ihn beruflich richtig schwierig. Er hatte nur einen Hauptschulabschluss und ansonsten war er Metzgermeister. Und als solcher hatte er einen guten Beruf, ein gutes Ansehen, und auch gut verdient. Aber was kann ein Metzgermeister sonst machen. Gut, er wurde dann arbeitslos und hat eine Umschulung bekommen. Damals, vor 15, 16 Jahren, wurde man grundsätzlich in Internet-Designer oder Netzwerk-Administrator umgeschult und eine ganze Weile ist er arbeitslos geblieben. Aber die Geschichte hat ein Happy End, er hat dann wieder einen guten Job gefunden, tatsächlich als Netzwerk-Administrator, hat sich danach auch wieder selbständig gemacht und dann auch wieder gut verdient. Aber erst mal musste er bereit sein, Einbussen hinzunehmen.

Es gibt manche Berufe, die kann man als spiritueller Aspirant meines Erachtens nicht ausführen.

Es gibt andere Berufe, die kann man als spiritueller Aspirant anders ausführen.

Ich kannte z.B. einen Rechtsanwalt, der auch sehr spirituell war. Er hat gesagt, er nimmt keinen Fall an, wo er nicht von der Unschuld seines Klienten überzeugt ist. Und das macht er schon seit vielen Jahren und deshalb gewinnt er relativ gut vor Gericht. Das hat sich nämlich herumgesprochen. Die Richter wissen, dieser Anwalt, wenn der kommt, der hat hohe ethische Ideale, wenn er einen Fall übernimmt – man weiß zwar nicht, ob sein Klient ihn betrügt, das kann ja auch sein – aber die Richter sind sehr viel mehr geneigt, ihm zu glauben, als einem anderen, wo man annimmt, der versucht einfach nur Rechtsverdreher zu sein. Und so war er sehr nachgefragt und hat auch gut verdient. Aber er sagt, manchmal muss er auch Dinge ablehnen.

 

Und genauso gibt es dann andere Anwälte, die sagen, so einfach ist das nicht. Ich kenne ja meine Klienten nicht und deshalb sind sie einfach nur Vertragsanwälte und nicht Prozessanwälte in Strafrechtsgebieten. Also, man muss sich dann entscheiden, auf welchem Gebiet man aktiv werden will.

Oder wenn manVerkäufer ist, dann wird man vielleicht nur das verkaufen, von dem man mindestens zu Drei Viertel überzeugt ist. Und auch das spricht sich herum. Eine Weile wird man dort mal Einbussen haben. Langfristig: Ehrlich währt am längsten. Gerade hier im Beruflichen ist das wichtig.

Aber den perfekten Beruf gibt es letztlich auch nicht.

Eine Krankenschwester tut viel Gutes. Andererseits hat die Schulmedizin auch ihre problematischen Seiten. Ob man deshalb gleich den Beruf wechseln muss, muss man überlegen. Also, meiner Ansicht nach, als Krankenschwester sicher ein Beruf, wo man sehr viel Gutes tun kann. Auch wenn die heutigen Arbeitsbedingungen nicht so sind, wie man sie gerne hätte. Ich habe große Hochachtung vor den Pflegern, Krankenschwestern und Ärzten.

Und noch ein Ratschlag auf beruflicher Ebene oder noch zwei.

Das eine ist: Wenn ihr in einem gewinnzielorientierten Unternehmen seid, dann müsst ihr auch die Spiele mitspielen. Und ein Spiel in einem gewinnzielorientierten Unternehmen nennt sich auch: Tue Gutes und sprich darüber. Und in meiner Erfahrung unter spirituellen Aspiranten wird das oft vergessen. Sie machen überstunden, helfen den Kollegen, setzen sich für die Firma ein, aber aus Bescheidenheit denken sie, das lassen sie keinen wissen. Und nachher beschweren sie sich, dass es so ungerecht in ihrer Firma zugeht. Wenn man nicht aufsteigen will, ist es ja ok, wenn man so handelt. Aber ich meine, es ist auch gut, aufzusteigen.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Intensive Ausdehnung Pashchimottanasana Anleitung und Vortrag – Video

Lass dich inspirieren von einer Asana Video zu Intensive Ausdehnung Pashchimottanasana. Diese Yogahaltung ist eine Variation von Vorwärtsbeuge – Pashchimottanasana.

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Der Sanskrit Name von Intensive Ausdehnung Pashchimottanasana ist Pashchimottanasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.

Haltung der Anmut Anleitung und Vortrag

Lass dich inspirieren von einer Asana Anleitung zu Haltung der Anmut. Diese Position wird geübt als Variation von Schmetterling – Bhadrasana.

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Der Sanskrit Name für Haltung der Anmut ist Bhadrasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.

Senkrechte Tänzerhaltung Yogastellung

Hier findest du eine Yoga Anleitung zu Senkrechte Tänzerhaltung. Dieses Asana gehört zu den Variationen von Tänzer – Natarajasana.

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Der Sanskrit Name von Senkrechte fortgeschrittene Tänzer-Haltung Natarajasana ist Natarajasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.

Der spirituelle Weg lehrt im Hier und Jetzt zu sein

Eine Aufgabe auf Vicharana ist, sich selbst anzunehmen, wie wir sind, lernen, mit uns selbst umzugehen. Zu wissen, die Erleuchtung kommt vermutlich nicht an einem Tag und es wird nicht so sein, dass wir ein paar Jahre nur durchhalten müssen und dann eines Tages aufwachen, alle Probleme sind verschwunden und bis dahin nehmen wir alles andere in Kauf. Deshalb heißt es ja auch: Der Weg ist das Ziel. Auch wenn ich vorgestern gesagt habe, dass ich nicht so 100% mit dieser Aussage einher gehe. Aber auf einer anderen Ebene stimmt es. Wir sollten nicht alles in Kauf nehmen mit der Hoffnung, dass vielleicht in ein paar Jahren oder in einer Zukunft plötzlich auf zuwachen und alle Probleme sind verschwunden. Sondern auf dem spirituellen Weg auch lernen, ihn jetzt auch zu genießen, lernen, auch jetzt ein schönes Leben zu haben, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.

 

Auch wenn es ab und zu mal gilt, mal auch etwas Unangenehmes zu machen. Auch mal morgens früher aufzustehen, auch wenn man keine Lust dazu hat. Auch mal sich selbst zu beherrschen, in vielerlei Hinsicht.

Zu diesem Aspekt der Selbstannahme und eines glücklichen Lebens eines spirituellen Aspiranten, nicht nur in der Zukunft, sondern auch heute, gehört auch das sattwige Leben der verschiedenen Bedürfnisse.

Ich hatte diesbezüglich gestern über einige Bedürfnisse von Kama, Sinnesbefriedigung und Befriedigung von emotionalen Bedürfnissen gesprochen.

Ich will als Beispiel auch noch auf Artha eingehen, Wunsch nach Reichtum, Wohlstand, finanzieller Absicherung oder auch  Ruhm und Macht. Solche Wünsche zu haben, gehört auch zu den Purusharthas. Diese vier nennen sich Purushartas, die Bestrebungen des Menschen. Eigentlich die Bestrebungen, die es wert sind, verfolgt zu werden.

Vielleicht noch als Zwischenschritt: Ich hatte gestern etwas davon gesprochen, dass das wie eine Art Reihenfolge ist. Dass in der ersten Inkarnation Kama überwiegt, in der nächsten Artha, in der nächsten Dharma und schließlich Moksha. Einerseits stimmt das. Auf der anderen Ebene dürfen wir es nicht so starr sehen und nehmen. Im gleichen Menschen kann man die eine und die andere Kategorie sehen, und mal kann die eine bei einem Menschen wichtiger sein und mal die andere.

Und auch als spiritueller Aspirant, wo Moksha eine große Rolle spielt, hat man Bedürfnisse auf allen Ebenen. Bei einigen Aspiranten ist Moksha zwar da, aber gleichzeitig auch eine der anderen Ebenen stark ausgeprägt. Einige Aspiranten haben außer Moksha mehr Bedürfnisse auf der Kama-Ebene. Sie sind nicht daran interessiert, reich zu werden und die Welt zu verbessern, nicht unbedingt so ihr Ding, sondern sie wollen ein einfaches, angenehmes, gemütliches Leben haben, aber auch zur Selbstverwirklichung kommen.

Und andere gibt es, die wollen die Selbstverwirklichung. Auf der anderen Ebene haben sie aber durchaus auch einen starken Ehrgeiz, also die Artha-Ebene ist stark.

Gut, und dann bei vielen ist tatsächlich außer Moksha Dharma besonders stark. Es ist auch wichtig zu schauen, auf welcher Ebene ist mein Bedürfnis besonders stark. Wenn es irgendwo nicht besonders stark ist, brauchen wir auf dieser Ebene auch nicht besonders viel zu tun.

Also, angenommen, auf der Artha-Ebene ist ein starker Ehrgeiz da. Da spricht auch nichts dagegen, diesem Ehrgeiz nachzugeben. Wenn man nämlich diesem Ehrgeiz im Beruflichen keinen Ausdruck gibt, dann manifestiert er sich oft dann im Spirituellen. Und dann will man vor anderen prahlen, wie viel Pranayama man macht, und wie großartig man die Bhagavad Gita auswendig gelernt hat, und wie viel Tage man gefastet hat. Also wenn man ein gewisses Bedürfnis nach Anerkennung hat, dann sollte das am besten im Beruflichen befriedigt werden und nicht in den spirituellen Praktiken.

 

Jetzt gilt es auch, diese Bedürfnisse auf sattwige Weise zu befriedigen, und im Beruf heißt das, auf ethische Weise.

Tamasige Befriedigung von beruflichem Ehrgeiz würde heißen, über Leichen zu gehen und nach mir die Sintflut, Hauptsache ich komme hoch.

Rajasig ist auch eine gewisse Rücksichtslosigkeit, wo es einem nur um einen selbst geht, aber es ist wenigstens nicht zerstörerisch wie das Tamasige.

Tamasig ist auch noch etwas anderes: Man bemüht sich auf alle mögliche Weise, aber man ist gänzlich ungeschickt. Also auch das ist eine Manifestation, auf tamasige Weise seinen beruflichen Ehrgeiz befriedigen zu wollen.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Aus dem Baum mit halbem Lotus in die Vorwärtsbeuge – Vrikshasana Yogaposition – Video

Eine Asana Übungsanleitung zu Aus dem Baum mit halbem Lotus in die Vorwärtsbeuge – Vrikshasana. Diese Yogastellung ist eine der Variationen von Baum – Vrikshasana.

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Die Sanskrit Bezeichnung für für Aus dem Baum mit halbem Lotus in die Vorwärtsbeuge – Vrikshasana ist Vrikshasana Pashimotthanasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.

Knie-Brust-Stirn-Stellung Yoga Vidya Anleitung – Video

Lass dich inspirieren von einer Yoga Video Übungsanleitung zu Knie-Brust-Stirn-Stellung. Diese Position gehört zu den Variationen von Knie-Brust-Stirn-Stellung – Ashtanga Namaskarasana.

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Der Sanskrit Name für Knie-Brust-Stirn-Stellung ist Ashtanga Namaskarasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.

Positive Gedanken kultivieren

Dann gibt es aber auch Schattenseiten, die man nicht so einfach leben kann und die man nicht so einfach loswerden kann. Da haben die meisten Menschen Schattenseiten, vor denen man schon Angst haben kann. Bei den einen sind das Selbstmordgedanken. Bei den anderen sind es aggressive Gedanken. Mordgedanken gegenüber anderen. Ich habe jetzt bewusst diese beiden genommen, die extrem sind. Wenn man solche Schattenseiten in sich hat – manchmal vergehen sie von selbst, wenn man Yoga macht. Manchmal vergehen sie nicht. Und man muss lernen, sich damit zu arrangieren. Diese sollte man nicht leben im Sinne von sie ausleben. Man sollte lernen, diese Schattenseiten sind in mir drin, diese Fantasien kommen vielleicht öfter mal, aber ich werde sie nicht leben. Ich bin deshalb kein schlechter Mensch. Und du kannst Gelassenheit üben – auch gegenüber deinen eigenen Schattenseiten. Du kannst lernen, mit ihnen zu leben – und feststellen, du kannst auch von deinen Schattenseiten lernen.

Hier sollte man sich auch hüten vor Überbewertung von Gedankenkraft.

Mir hat mal eine Frau gesagt – ich war auf Besuch in einem Zentrum – „Ich würde ja gern in den Ashram kommen, aber ich kann nicht.“ Da habe ich sie gefragt, warum nicht. Dann hat sie erst herum gedruckst und dann gesagt, ja, sie sei so negativ, das könne sie nicht machen. Dann habe ich weiter geforscht: „Was soll das heißen?“ – Ja, wenn sie in den Ashram käme, dann wäre die ganze Atmosphäre stören. Dann habe ich gesagt: „Überschätze dich mal nicht“. Schließlich hat sie gesagt, sie hätte jemanden umgebracht. Da habe ich gedacht: Was mache ich denn jetzt. Fällt das unter das Beichtgeheimnis, obgleich ich kein Pfarrer bin, oder gehört das zur staatsbürgerlichen Pflicht, muss ich es dann dem Staatsanwalt übergeben. Aber jetzt wollte ich es trotzdem wissen. Irgendwie ist mir dann so etwas Flapsiges herausgerutscht: „Wie hast Du es denn angestellt?“  – Manchmal rutscht einem ja das heraus, was in einer Situation gerade angebracht ist. Dann hat sie gesagt, sie hätte einen Chef gehabt, der sei ein richtiger Fiesling gewesen, und eines Morgens hätte sie gedacht: „Wenn er nur bei einem Autounfall umkommen würde“. Und am Nachmittag hat sie gehört, er ist an einem Autounfall ums Leben gekommen. – Es hat einiges an Überredungskunst gekostet, ihr klar zu machen, mit einfachen Gedanken bringt man keinen Menschen um. Wenn er so ein Fiesling war, dann haben das vermutlich viele Menschen diese Gedanken gehabt, und zudem, solche Gedanken haben nicht diese Kraft. Es war ein zufälliges Einhergehen von negativen Gedanken, die man hatte, Aggressionsgedanken, und äußeren Ereignissen. So machtvoll sind Gedanken nicht. Wir brauchen uns da kein schlechtes Gewissen zu machen.

Man sollte natürlich positive Gedanken kultivieren. Positive Gedanken entwickeln ist gut, aber wir brauchen uns kein schlechtes Gewissen zu machen, wenn wir ab und zu mal diese negativen Gedanken haben. Allerdings können wir die negativen Gedanken auf eine andere Weise umgehen. Wir können uns bewusst machen, wenn sie kommen, ist es vermutlich ein bestimmter Geisteszustand, der damit einhergeht. Und anstatt und furchtbar über die negativen  Gedanken ein schlechtes Gewissen zu machen und zu überlegen, was könnte ich denn noch alles machen, um sie abzustellen, könnte man eher überlegen: Was ist sonst los? Vielleicht braucht man ein bisschen mehr Ruhe. Vielleicht sollte ich lernen, meine Aggressivität anders zu leben. Vielleicht gibt es jemanden, der Dinge tut, die nicht gut sind, und ich sollte mich dort geschickt mal zur Wehr setzen. Wie auch immer. Man kann sie als Zeichen ansehen. Wir brauchen uns nicht deshalb über uns selbst schlechte Gedanken machen, wir brauchen uns kein schlechtes Gewissen zu machen, aber wir können es als ein Zeichen sehen, irgendwo aktiv zu werden und mit der Zeit ist es sehr viel praktischer, diese destruktiven Schattenseiten als ein Anzeichen für etwas anderes zu sehen oder sie zum schlechten Gewissen führen zu lassen oder auch zu probieren, dass so etwas nie wieder auftaucht und es dann als persönliche Niederlage zu empfinden, wenn sie dann doch wieder auftauchen.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Schulterstand mit Murccha Pranayama Yoga Stellung

Hier findest du eine Asana Übungsanleitung zu Schulterstand mit Murccha Pranayama. Diese Yogapose ist eine Spielart von Schulterstand – Sarvangasana.

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Der Sanskrit Name von Schulterstand mit mittlerer Nabho Mudra ist Nabho Mudra Sarvangasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.

Kobra Yoga Figur mit Kissen in den Händen Yoga Vidya Anleitung

Hier findest du eine Asana Übungsanleitung zu Kobra Yoga Figur mit Kissen in den Händen. Diese Haltung wird geübt als Variation von Kobra – Bhujangasana.

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Der Sanskritname für Kobra Yoga Figur mit Kissen in den Händen ist Bhujangasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.