Auf dem spirituellen Weg lernen wir reine Freuden zu entwickeln

Oder sattwiges Essen – da habe ich in unserem letzten Vortrag von gesprochen. Man freut sich drauf, dass man etwas Gutes hat. Es ist gleichzeitig gesund. Es schmeckt während man es isst und nachher hat man durch das Essen Prana bekommen. Das ist also eine sattwige Freude. Gut – und wie es mit einem Stückchen Schokolade ist? Es wird einen vermutlich nachher nicht in Gift hinein stürzen. Die Übergänge sind also durchaus auch fließend.

Dann gibt es die tamasigen Freuden. Die tamasigen Freuden sind Gift am Anfang und Gift am Ende. Sie entstehen durch Verblendung und Täuschung. Dazu gehören zum Beispiel die verschiedenen Süchte. Jemand, der beispielsweise Zigarettensüchtig ist, dem schmeckt vielleicht die Zigarette gar nicht. Er denkt mit Schrecken daran, dass er vielleicht demnächst eine rauchen muss. Es ist Horror, wenn er sie raucht und er fühlt sich nachher auch schlecht. Das sind die tamasigen, nicht wirkliche Freuden.

 

Und so ist der spirituelle Weg auch, dass wir lernen, sattwige Freuden zu entwickeln. Langsam geschickte Mittel zu entwickeln, dass wir nicht mehr von tamasigen, nicht wirklichen Freuden abhängig sind und dass wir die rajassigen Freuden um etwas ändern, so dass sie zu sattwigen Freuden werden.

Heute ist Sonntag. Gestern war? Gestern war Samstag! Kennt ihr den Unterschied zwischen Samstag und Sonntag? Es gibt verschiedene. Ein Unterschied ist, es ist einen Tag näher am Tod. Das klingt jetzt nicht sehr positiv. Swami Vishnu hat das gerne zu Anfang von Yogalehrer-Ausbildungen gemacht. Er hat gefragt: „What day ist today? Today is Sunday. What day was yesterday? Saturday. What is the different between Saturday and Sunday? One day clother to death.“ Das haben wir alle vergessen, oder? Wir denken immer der Tod ist für andere. Wenn man irgendwo im Fernsehen hört: Massenkarambolage auf der A 258. (Die gibt es gar nicht. Nicht, dass ihr Angst kriegt, dass ich jetzt irgendwas erzähle.) Fünf Leute tot. Da denkt man immer: „Irgendwie abstrakt dieser Tod.“ Aber der Tod ist nicht abstrakt, er ist eher konkret. Jeden Tag sterben Menschen. Wir wissen nicht, ob wir heute Nachmittag noch leben.

 

 

Die Eifel ist Vulkangebiet. Der nächste Vulkanausbruch ist überfällig. Ich glaube, dessen ist sich niemand wirklich bewusst, denn, wer alles in der Eifel dort wohnt … . In der Eifel gab es alle paar Tausend Jahre einen Vulkanausbruch. Eines der großen Rätsel der Geologie ist, warum es dort jetzt seit den letzten paar Tausend Jahren keinen größeren Vulkanausbruch gab. Es könnte sein, dass der Vulkan heute noch explodiert und dass wir am Nachmittag noch in dem Ascheregen ersticken. Das ist nicht so unrealistisch. Wir denken immer Katastrophen geschehen anderswo.

Noch schlimmer als selbst zu sterben ist vielleicht, wenn ein Familienmitglied stirbt. Es gab mal einen Sennmeister, der wurde gebeten auf die Taufe eines Kindes zu gehen und dabei einen Segen auszusprechen. Der Sennmeister kam und sagte: „Großvater tot, Vater tot, Kind tot.“ Alle waren entsetzt: „Aber Meister, was haben wir gemacht, dass du uns so verfluchst?“ sagte der Meister: „Ich spreche euch nur einen großen Segen aus. Großvater tot, Vater tot, Kind tot.“ Die Familie war noch entsetzter. Sagt der Meister: „Das Schlimmste, was einem Menschen auf der Welt passieren kann ist, dass das eigene Kind stirbt. Der größte Segen, den es geben kann ist, wenn die Generationen in der richtigen Reihenfolge sterben. Das alle sterben ist sicher. Meinetwegen möge erst der Großvater sterben, dann erst der Vater und dann der Sohn.“ Das ist ein großer Segen. Das ist nicht selbstverständlich. Gut, in früheren Zeiten, wo die Menschen typischerweise zehn bis fünfzehn Kinder hatten, von denen nur zwei das Erwachsenenalter erreicht haben, war es eher normal, dass die Eltern die Mehrheit ihrer Kinder verloren haben.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Kobra mit kleiner Vajroli Mudra Yoga Position – Video

Lass dich inspirieren von einer Asana Anleitung zu Kobra mit kleiner Vajroli Mudra. Dieses Asana wird geübt als Variation von Kobra – Bhujangasana.

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Der Sanskrit Name von Kobra mit kleiner Vajroli Mudra ist Vajroli Mudra Bhujangasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.

Das Gute und das Angenehme

Der spirituelle Weg Teil 4

 

Das Gute und das AngenehmeIn diesem Vortrag geht es um sattwige, rajassige und tamasige Freuden. Die übereinstimmende Aussage vieler Meister verschiedenster Traditionen ist, dass unsere wahre Natur Freude, Liebe und Wonne ist. Nur, wie kommt man dahin, das wirklich zu erfahren und im täglichen Leben auszudrücken? Manchmal ist Disziplin angesagt, manchmal genießen. Manchmal muss man auf etwas verzichten. Doch, der spirituelle Weg soll auch Spaß machen. Manchmal muss man auf sein Herz hören, manchmal die Unterscheidungskraft nutzen. Denn wenn der Weg uns zur Freude führen will, kann das nicht nur über leiden gehen, aber auch nicht indem man einfach tut, was einem in den Sinn kommt. Dieser Satsang Vortrag möchte dir dafür helfen, die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Was auch immer richtig für dich heißen mag.

Ist es ein guter Morgen heute Morgen? Ein früher Morgen, aber auch ein guter Morgen. Wisst ihr, was der Unterschied ist zwischen einem guten Morgen und einem vergnüglichen Morgen? So ein vergnüglicher Morgen am Sonntag früh? Ausschlafen, Frühstück im Bett, Kaffee, Croissants,…  das ist vielleicht ein vergnüglicher Morgen. Daneben guter Morgen, viertel nach sechs aufstehen, vielleicht ein paar Pranajamas machen, meditieren, Mantras singen, Asanas, das ist ein guter Morgen. Ist der vergnüglich? Manchmal ja, manchmal nein.

Es gibt ein lateinisches Sprichwort das sagt: iucundum non semper bonum est. Die alten Lateiner unter euch wissen, das heißt, das Angenehme ist nicht immer gut. Und: Bonum non semper iucundum est. Das Gute ist nicht immer angenehm. Glücklicherweise ist aber das Angenehme manchmal gut und das Gute ist manchmal angenehm. Es ist nur wichtig zu wissen: nicht alles, was man so als angenehm empfindet ist das, was einem wirklich weiterhilft. In der Bhagavad Gita, in den letzten Kapiteln beschreibt Krishna sehr viel über sattwige, rajassige und tamasige Freuden.

In der Katha-Upanishad beschreibt ein Lehrer Namens Yama seinem Schüler namens Naciketas den Weg der Shreyas und den Weg der Preyas. Peya ist das Angenehme, Shreya ist das Gute. Yama sagt seinem Schüler: „In dieser Welt gibt es zwei Wege,“ und diese Wege zweigen sich immer wieder ab „den Weg des Angenehmen und den Weg des Guten.“. Das ist durchaus der griechischen Mythologie ähnlich. Herakles am Scheideweg. Ein griechischer Halbgott, Herakles, stand irgendwann mal an einem Scheideweg. Es kamen die Tugend und das Laster. Sie haben sich beide vorgestellt und gesagt: „Du kannst jetzt entweder den Weg der Tugend gehen oder den Weg des Lasters.“

Die Katha Upanishade ist da etwas verbindlicher. Sie sagt, nenne es nicht Tugend und Laster, sondern das Gute und das Angenehme. Das Gute und das Vergnügliche. Der Weg des Vergnüglichen ist eine große Straße mit großen Lichtern und großen Zeichen und geteerter, beleuchteter sechsspuriger Autobahn. Da fahren sie alle hin. Der Weg des Guten, das ist ein kleiner Trampelpfad an dem man die Abzweigung fast übersieht und der zwar durch schöne Natur geht ohne große Leuchten, wo jedoch nicht so viele hingehen. Von diesem Weg des Guten gibt es immer wieder Abzweigungen zurück auf den Weg des Angenehmen, zurück auf die Autobahn. Aber auch der Autobahnen gibt es immer wieder Abzweigungen dorthin.

 

Die Bhagavad Gita spricht eben von sattwiger, rajassiger und tamasiger Freude. Sie beschreibt die rajassige Freude als die Freuden, die am Anfang wie Nektar ist und nachher wie Gift. Eine rajassige Freude wäre zum Beispiel eine Tafel Schokolade zu essen. Das ist am Anfang wie Nektar und nachher, wenn das Theobromin unsere Serotonin-Ausschüttung gänzlich durcheinander gebracht hat, wenn nach dem Sugar High das Sugar Low kommt. Wenn man das lange genug gemacht hat und vielleicht der Leibesumfang zugeholt hat, dann ist es wie Gift.

Dann gibt es sattwige Freuden, die sind am Anfang wie Gift und nachher wie Nektar. Zum Beispiel: früh morgens aufstehen und meditieren ist für manche am Anfang wie Gift. Aber, wenn man das regelmäßig macht, ist es nachher wie Nektar. Das ist die sattwige Freude ersten Grades und das nennt man dann auch Disziplin. Auf dem spirituellen Weg ist es manchmal nötig Dinge zu tun, die nicht angenehm sind. Glücklicherweise gibt es dann die sattwige Freude zweiten Grades. Die ist Nektar am Anfang, Nektar in der Mitte und Nektar am Ende. Wer zum Beispiel regelmäßig meditiert hat irgendwann das tiefe Bedürfnis zu meditieren. Wenn man aufsteht freut man sich: „Aha, jetzt kann ich gleich meditieren.“, während man meditiert freut man sich: „Aha, jetzt kann ich meditieren“ und wenn man meditiert hat freut man sich: „Heute habe ich gut meditiert. Jetzt wird der Tag schön werden.“

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Vorwärtsbeuge mit Chinmudra Yoga Vidya Anleitung

Eine Asana Video zu Vorwärtsbeuge mit Chinmudra. Diese Yogahaltung wird geübt als Variation von Vorwärtsbeuge – Pashchimottanasana.

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Die Sanskritbezeichnung für Vorwärtsbeuge mit Bhramari ist Brahmari Pranayam Pashchimottanasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.

Die reine ethische Lebensweise

Ich selbst bin eigentlich über Mitgefühl zum Vegetarismus gekommen. Heutzutage wird Vegetarismus noch aus einem anderen Grunde propagiert. In der letzten Woche haben Stern, Spiegel, Fokus alle für Vegetarismus plädiert. Warum? Wegen des Methans, der Klimakatastrophe und auch weil, die vielversprechendste Energiequelle, zumindest der mittleren Zukunft, ist letztlich Biogas. Dazu benötigt man Anbaufläche. Die bekommt man aber nicht dadurch, dass Menschen Fleisch essen. Um Menschen über fleischliches Eiweiß zu ernähren benötigt man die fünf bis zwanzigfache Anbaufläche. Wenn Menschen hingegen Vegetarier sind, benötigen wir weniger Anbaufläche zur Ernährung und es bleibt genug Anbaufläche für die nachwachsenden Rohstoffe. Ein zweiter Grund: Methangas. Gerade in der Massentierhaltung ist es auf der Rangliste der Klimakiller relativ weit oben. Die einfachste klimaschonende Maßnahme, die eine einzelne Person treffen kann, ist die, Vegetarier zu werden. Das ist das Effektivste, das man für diesen Planeten machen kann. All das zu bedenken heißt auch: auf sattwige Weise seine Bedürfnissen zu befriedigen.

Man muss natürlich ausprobieren, was bekommt mir von all dem und was schmeckt mir? Wer schon eine Weile Vegetarier ist weiß: vegetarische Ernährung schmeckt eigentlich besser. Sie ist natürlicher. Es entwickeln sich neue Geschmacksknospen und das, was einem vorher nicht geschmeckt hat, was es gesund war, schmeckt einem plötzlich. Also, Essen sollte schmecken aber es sollte aber auch sattwig sein. Darüber könnte man noch sehr viel mehr erzählen, ich möchte es jedoch hier abschließen.

 

Dann geht es um sattwige Bedürfnisbefriedigung auf einer andern Stufe auch auf der Karmaebene. Zum Beispiel, die Einrichtung der Wohnung kann man auch sattwig, rajassig oder tamasig machen. Sattwig heißt natürlich zum einen, dass es einen selbst erhebt. Das sind eher die hellen Farben.. Wenn ihr nach Hause kommt und es ist alles braun und schwarz und ihr habt öfter griesgrämige Stimme, wäre es vielleicht an der Zeit zumindest bei einer nächsten Renovierung das ganze heller zu machen. Doch angenommen, ihr fühlt euch so sehr wohl, dann spricht nichts dagegen. Dann gibt es auch von der Umwelt her keinen Grund jetzt existierende Möbel rauszuwerfen um jetzt neue rein zu tun. Ich muss jetzt auspassen. Mein Bruder hat eine Polstermöbelfabrik. Der würde es nicht so begrüßen, wenn ich sage, es wäre vom Klima her besser wenn man seltener die Wohnungseinrichtung austauscht. Ich sage es trotzdem. Wir können schauen, wie wirkt das und … was habt ihr für Bilder herumhängen? Sind das wirklich Bilder, die erhebend sind oder sind es andere Bilder? Sattwig sein heißt jetzt aber auch, nicht rücksichtslos zu sein. Angenommen, da ist ein Bild, das stört euch, aber es ist das Lieblingsbild eures Partners, dann ist es nicht sattwig, das Bild raus zu werfen. Es wird euch vermutlich mehr belasten dass eure Partnerschaft Risse bekommt, wenn ihr das öfter macht, als es euch belasten würde, wenn ihr in der Wohnungseinrichtung öfter mal Kompromisse eingeht. Sattwig bei der Wohnungseinrichtung heißt hier vor allem Ökologie. Das kann auch heißen, dass man sich mit einem kleine Wohnung zufrieden gibt. Wie gestalte ich meine Wohnung, meinem Haus, wie beeinflusst es die Umwelt?

Sattwig, Sicherheitsbedürfnis, könnt ihr überlegen, heißt zumindest seinen Nachbarn nicht zu erschießen. Also hier, wie wir unser Überleben sicher stellen auf sattwige Weise. Dann auch Familie und Fortpflanzung. Auch hier sattwig, rajassig, tamasig. Natürlich würde hier als grob tamasig gelten all das, was andere schädigt. Vor kurzem habe ich einen Podcast von einem Buddhisten gehört. Buddha hat gesagt, ein paar Dinge sollte man auf sexuellem Gebiet nicht machen. Das eine wäre keinen Sex zu haben mit jemanden, der damit nicht einverstanden ist zweitens, nicht mit Minderjährigen, drittens nicht mit Verheirateten und viertens nicht mit Verlobten. Also, insbesondere die ersten beiden sollten absolut beachtet werden und zweitens sollte man auch das andere beachten, das erste natürlich absolut.

Über Familie, Partnerschaft will ich in meinem nächsten Vortrag etwas mehr sprechen. Denn Partnerschaft, Familie berührt natürlich nicht nur Karma, sonder berührt auch Artha, berührt auch Dharma, berührt auch Moksha. Partnerschaft und Familie sind alle Aspekte des Lebens und da gilt es natürlich auch dieses als Teil des spirituellen Weges zu sehen.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Halbe Drehsitz-Pose im Lotus Yoga Vidya Anleitung – Video

Eine Yoga Anleitung zu Halbe Drehsitz-Pose im Lotus. Diese Pose gilt als Variation von Drehsitz – Ardha Matsyendrasana.

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Die Sanskrit Bezeichnung für für Halbe Drehsitz-Pose im Lotus ist Ardha Padma Matsyendrasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.

Schulterstand mit Bauchatmung Yoga Position Anleitung und Wirkung

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Der Sanskritname von Schulterstand mit Ashwini Mudra ist Ashvini Mudra Sarvangasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.

Der spirituelle Weg macht die Bedürfnisse bewußt

Moksha ist der Wunsch nach Befreiung von allem Leid, von allen Begrenzungen, von allen Verhaftungen. Aber, der Wunsch nach Moksha kann sich auch anders ausdrücken. Vereinigung mit Gott, Höchster Frieden, Erkenntnis des höchsten Selbst. Im Grunde genommen ist Befreiung so etwas ähnliches wie Nirwana. Eigentlich sagt er erst mal nichts. Das heißt nur, all das, was wir uns vorstellen können, davon wollen wir uns befreien, um zu dem zu kommen, was eine höhere spirituelle Wirklichkeit ist. Also, der Wunsch nach Moksha heißt: der Wunsch nach etwas Höherem. Ihr könnt selbst schauen in welche Worte ihr das fassen wollt.

Dann gibt es den sogenannten Weg der Entsagung. Das heißt, man minimiert die Bedürfnisbefriedigung von Karma und Artha und lebt also im Zölibat als Mönch oder Nonne. Man hat keine persönlichen Besitztümer. Vielleicht kommt in christlichen Klöstern noch das Gelöbnis des Gehorsams hinzu. Man verzichtet sogar darauf seine Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Ein Aspekt der in modernen Klöstern stark abnimmt. Auch dort ändert sich einiges. Aber selbst dann haben die Mönche und Nonnen immer noch etwas zu essen. Selbst dann haben sie in der Klostergemeinschaft eine Wirtschaftsgemeinschaft. Und selbst die Wandermönche, wie es sie in Indien gibt haben Ihre Tricks, wie sie am besten Bettelgaben bekommen. Wer in Indien war weiß, dass sie dazu ganz schönes Geschick entwickelt haben.

Wir hier lehren jetzt nicht den Weg als Mönch/Nonne als den Weg für die Mehrheit der Menschen. Die Mehrheit wird ihren Weg gehen in Beruf und Partnerschaft. Viele, die im Moment keinen Partner haben, hoffen vermutlich, dass sich in den nächsten Jahren irgendwann wieder jemand manifestiert. Sie würden es zumindest nicht automatisch ausschließen. Viele finden dann ja auch irgendwann vielleicht sogar einen Partner, der den gleichen oder einen ähnlichen Weg geht auf dem man sich gegenseitig unterstützen kann.

Auf dem spirituellen Weg geht es dann (in der Weise verstanden, wie wir ihn hier lehren) mehr darum herauszufinden: „Wie sind meine Bedürfnissen auf den verschiedenen Ebenen?, „Wie kann ich sie auf sattwige Weise befriedigen? und „Wie kann ich lernen dabei nicht verhaftet zu sein?

Fangen wir auf der Karmaebene an. Ich hatte vorher über die vier Hauptaspekte in die man Karma einteilen kann gesprochen. Wunsch nach Essen, Wunsch nach Zuhause, nach Fortpflanzung/Familie und dann als viertes Sicherheit und Überleben.

Fangen wir mit Essen an. Wir haben den Wunsch auch etwas gutes zu essen, dieser Wunsch kann sattwig, rajassig und tamasig erfüllt werden. Wer unsere Yogalehrerausbildung machen lernt noch erheblich mehr über sattwiges, rajassiges und tamasiges Essen. Es gibt ein Yoga-Vidya Kochbuch, in dem das ausführlicher beschrieben wird. Tamasiges Essen ist das, was einen selbst dazu bringt, dass man nicht so gut meditieren kann. Das, was den Geist träge oder grobstofflich macht. Besonders tamasig ist das, was anderen Lebewesen großes Leid zufügt wie zum Beispiel Fleisch essen. Wenn man Fleisch isst, ist es nicht nur etwas von dem man sagt: „Was kann es schaden, wenn man mal ein bisschen Fleisch ist. .E s ist glücklicherweise inzwischen so, dass die umfangreiche Ernährungsforschung sagt, dass es gut ist, wenn der Menschen zumindest erheblich weniger Fleisch isst, als er es jetzt tut. Mehrere Studien haben tatsächlich gezeigt, dass Vegetarier gesünder sind als andere und dass fleischloses Essen die Lebenserwartung erhöht. Es gibt weniger Vegetarier mit Brustkrebs. Die Wahrscheinlichkeit einen Herzinfarkt, Bluthochdruck, Prostatakrebs zu bekommen ist viel geringer. Ich habe eine Radiosendung über Prostatabeschwerden gehört. Es wurde gefragt, was man dagegen tun könnte und es wurde festgestellt, dass Chinesen und Japaner sehr viel weniger damit zu tun haben Man nimmt an, dass zwei Umstände dafür verantwortlich sind: Sie essen weniger Fleisch und sie essen Sojaprodukte. Beides ist also gut um solche Probleme zu vermeiden. Man hat feststellen können, es ist gesund vegetarisch zu leben. Ob jetzt ab und zu mal ein Stück Steak zu essen deswegen schlecht wäre für den Menschen selbst kann man so jetzt nicht behaupten. Aber zumindest für ein Lebewesen ist es mit Leid verbunden. Nämlich dem, das geschlachtet wurde dafür. Wenn wir den spirituellen Weg der Einheit und der Liebe gehen wollen, dann müssen wir uns bewusst sein, dass die Wahlen, die wir treffen einen Einfluss auf andere haben.

– Fortsetzung folgt –

Dieser Yoga und Meditation Blog-Eintrag entstammt den unbearbeiteten Niederschriften aus einem Yoga Seminar zum Thema „Der Spirituelle Weg„. Dieses Seminar fand statt bei Yoga Vidya Bad Meinberg. Es wurde angeleitet von Sukadev Bretz. Dieses Seminar war auch Teil einer Yogalehrer Ausbildung. Viele Vorträge von Sukadev kannst du auch als Yoga und Meditation Video anhören – und anschauen.

Stehende Vorwärtsbeuge mit Yoga Blöcken Yoga Stellung

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Der Sanskritname für Stehende Vorwärtsbeuge mit Kopf oben ist Urdhva Shirsha Utthita Pashchimottanasana. Mehr als 5000 Asanas findest du in der Asana Liste von A-Z. Ausgewählte Yogastunden in der Yoga Vidya App. Viele Asanas lernst du in Yogalehrer Ausbildungen und Asana Intensiv Seminaren. Hast du Tipps oder Fragen zu? Dann schreibe es doch in die Kommentare.

Die tägliche Yoga Praxis

Am Anfang steht erst mal die Aufgabe täglich zu praktizieren. Es ist besser täglich etwas zu praktizieren als einmal die Woche 2 Stunden. Gut ist, täglich etwas und einmal die Woche mehr. Denn durch dieses „einmal die Woche mehr“ kommt man zu einer etwas tieferen Erfahrung. Durch das tägliche kann man es dann auch in den Alltag hinein bringen. Dann, im Laufe der Zeit, ist es gut, eine Stunde am Tag zu praktizieren. Die Mehrheit derjenigen, die längere Zeit wirklich ernsthaft auf dem Weg sind, übt tatsächlich rund eine Stunde am Tag. Auf meinen Yogalehrer-Weiterbildungen und gerade in den Neun-Tage-Weiterbildungen frage ich manchmal: wie viel praktiziert ihr. (Ich kann zwar nicht garantieren, dass die Antworten ehrlich sind aber ich meine Yogamenschen sind durchaus ehrlich) Die große Mehrheit sagt: „Etwa eine Stunde am Tag.

 

Eine Stunde kriegt man irgendwie hin. Eine Minderheit derer, die langfristig auf dem Weg sind übt weniger und eine andere Minderheit langfristig mehr. Eine Stunde ist machbar. Für die Meisten gehören 20 Minuten Meditation am Tag, 40 Minuten Asanas und Pranayama dazu. Wenn man das über einen längeren Zeitraum macht, dann tut sich etwas. Für einen gewissen Zeitraum oder auch langfristig gibt es die Möglichkeit intensiver zu üben. Darüber will ich aber jetzt und heute nicht sprechen. Wenn ihr die Viertelstunde mal ein paar Monate gemacht habt ist schon sehr gut. Wenn ihr die Stunde dann irgendwann integriert, könnt ihr sicher sein, in diesem Leben macht ihr gute Fortschritte.

Der zweite Aspekt wenn wir von Vicharana daneben das wir Sadhana eng verstanden im Sinn von spirituellen Praktiken üben ist Sattwa. Sattwa gehört zu den drei Gunas, den drei Eigenschaften der Natur, in die die Yogis alles einteilen. Da gibt es Sattwa (Reinheit, Licht, Freude, Wissen), Rajas (Unruhe, Aktivität, Gier) und Tamas (Trägheit, Traurigkeit, das, was krank macht, Depression, Müdigkeit). Obgleich es angenehmere Formen von Tamas gibt, beispielsweise ein angenehmes Geschafft sein, wenn man am Abend nach einem wunderschönen Seminartag ins Bett geht und dann gut schläft. Das ist ein positiver Aspekt von Sattwa. Das will ich so voraussagen. Im Allgemeinen ein spiritueller Aspirant im Yoga versucht seinen Lebensstil sattwig zu machen. Das heißt im Besonderen, dass man lernt mit seinen Bedürfnissen auf eine geschickte Weise umzugehen. In meinem letzten Vortrag hatte ich viel über die vier Haupt-Bedürfniskategorien Karma, Artha, Dharma und Moksha.

Ich nehme an, die Mehrheit von euch befindet sich auf Vicharana, sucht nach etwas Höherem. Ihr seid bereit dafür zu praktizieren. Praktizieren heiß Sadhana. Es bedeutet aber auch den Lebensstil etwas umzustellen. Die Wünsche auf diesen vier Kategorien bleiben. Auch wenn der Wunsch nach Moksha eine gewisse Rolle spielt, sind die anderen Wünsche weiter wichtig. Das heißt jetzt nicht, dass bei euch notwendigerweise der Wunsch nach Moksha stärker ist als alles andere. Es heißt: wenn der Wunsch nach Moksha stärker ist als alles andere, dann erreichen wir noch in diesem Leben die Selbstverwirklichung. Doch realistisch gesehen, ist  für die Mehrheit der Aspiranten Moksha zwar wichtig, aber, wenn sie ganz ehrlich wären, sind Bedürfnisse und Wünsche auf den anderen Kategorien mindestens gleichwertig. Und das ist auch o.k..

– Fortsetzung folgt –

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